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Superbrutal, supergut? Der Wiener "Tatort" im Check

15.01.2018 - Eine rätselhafte Mordserie erschüttert Wien: Alles deutet auf verstörende Ritualmorde hin. Die "Tatort"-Ermittler Moritz Eisner und Bibi Fellner nehmen die Fährte des eiskalten Killers auf.

  • Ein Ritualmord in Wien? Eisner (Harald Krassnitzer) und Fellner (Adele Neuhauser) am Fundort der ersten Leiche (Faris Rahoma). © ARD Degeto/ORF/E&A Film / Hubert

    Ein Ritualmord in Wien? Eisner (Harald Krassnitzer) und Fellner (Adele Neuhauser) am Fundort der ersten Leiche (Faris Rahoma). © ARD Degeto/ORF/E&A Film / Hubert Mican

In einer Wiener Altbau-Immobilie wird bei einer gut besuchten Wohnungsbesichtigung eine Leiche entdeckt. Der tätowierte Serbe wurde wie Jesus an einem orthodoxen Doppelkreuz drapiert. Oberstleutnant Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Majorin Bibi Fellner (Adele Neuhauser) nehmen die Ermittlungen auf.

Die nächsten Mordopfer lassen nicht lange auf sich warten: In einer öffentlichen Toilette baumelt ein georgischer Mitarbeiter einer Großgärtnerei von der Decke; die Leiche einer jungen Mutter wird wie eine Galionsfigur auf einem Boot arrangiert. Spuren hinterlässt der Mörder keine, nur erschütternde Szenerien an gut besuchten Orten.

Verstörende Ritualmorde? Sexualdelikte? Ein Geheimdienst-Killerkommando? Ein irrer Triebtäter? Eisner und Fellner tappen im Dunkeln. Auch die Opfer scheinen keinerlei Verbindung zueinander zu haben. Einzige Gemeinsamkeit: Alle lebten unter falscher Identität in Wien.

Dann scheint ein gemeinsamer Bekannter der Toten, der auf Osteuropas Bürgerrechtsbewegungen spezialisierte Universitätsprofessor Nenad Ljubic (Misel Maticevic), der Schlüssel zu dem Fall zu sein. Unterdessen unterläuft dem eiskalten Killer ein folgenschwerer Fehler - es kommt zu einer Verwechslung...

Ein "Tatort", der es in sich hat: "Die Faust" spart wahrlich nicht an schockierenden Bildern. Ein explosiver Fall, der sich am Ende zum waschechten Polit-Thriller mausert.

Zugegeben, die Auflösung um einen früheren Revolutionär vom Balkan, Regierungs-Umstürze und CIA-Auftragsmorde wirkt dann doch ein wenig konstruiert. Doch darüber kann man dank guter Darsteller, einer ausgewogenen Spannungskurve und dem herrlich zankendem Gespann Fellner und Eisner hinwegsehen. Ein Fall, der von seinen Bildern und Figuren lebt und weniger von klassischer Krimi-Erzählung.

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