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"Magda macht das schon": Klischeebeladen, aber unterhaltsam

20.01.2017 - Mit "Magda macht das schon" hat RTL eine Sitcom gestartet, die mit Klischees über Deutsche und Polen spielt - und manche Vorurteile befeuert, dafür aber auch auf unterhaltsame Weise wichtige Themen anspricht.

  • Magda ist eine resolute Powerfrau mit einem Herz aus Gold. Oma Waltraud steht dem "Polenmädel" zunächst eher skeptisch gegenüber. © RTL / Gordon

    Magda ist eine resolute Powerfrau mit einem Herz aus Gold. Oma Waltraud steht dem "Polenmädel" zunächst eher skeptisch gegenüber. © RTL / Gordon Mühle

Kann man mit Klischees und Stereotypen spielen, ohne sie zu sehr zu befeuern? Das versucht scheinbar die neue RTL-Sitcom "Magda macht das schon": Sie erzählt die Geschichte einer jungen polnischen Frau, die eine Anstellung bei einer deutschen Familie findet und deren Großmutter pflegen soll. Die ältere Dame wurde nach dem Krieg vertrieben, glaubt felsenfest, dass alle Polen klauen und faul sind und ist auch sonst voller Vorurteile. 

Die Sitcom versucht, auf dem schmalen Grad zwischen Stereotypen und Comedy zu wandern, was mal mehr, mal weniger gut gelingt. Manchmal werden Vorurteile regelrecht bestätigt: Ja, Polinnen tragen "billige" Kleidung (siehe Magdas knappe Outfits) und sind sehr gläubig (siehe Magdas Marienstatue). An anderer Stelle scheint das Format gegen Vorurteile  anzukämpfen: Nein, die Polen sind nicht faul, sondern arbeiten hart - auch Magda, die sich um die ältere Dame kümmert, ohne sich von schroffen Sprüchen oder den harten Bedingungen ihres Jobs einschüchtern zu lassen. Bestes Beispiel: "Du hast dich bei uns eingeschlichen!", behauptet die Großmutter, Magda kontert: "Wie ihr bei uns 1939, was?". Unterhaltsam ist das Format auf jeden Fall!

Die Hauptfigur steht für Tausende ausländische Frauen, die in Deutschland bei schwierigen Bedingungen für einen Niedriglohn arbeiten. Hinterfragt wird diese unfaire Situation nicht, lediglich darüber gelächelt. Beim Publikum kommt die Sitcom trotzdem gut an: Vielleicht gerade weil sie mit Verena Altenberger eine sympathische Hauptfigur präsentiert, die ausländischen Arbeiterinnen ein Gesicht gibt und Themen anspricht, welche sonst im Fernsehen zugunsten härterer Stoffe (Gewaltverbrechen etc.) vernachlässigt werden. Die Quoten geben dem Format zumindest recht: Eine zweite Staffel scheint bei dem aktuellen Erfolg so gut wie sicher.

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