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Yoncé Banks: „Drag ist Kunst“

30.10.2019 - Die Tänzerin Yoncé Banks will beweisen, dass man im Leben alles erreichen kann, wenn man fest an sich selbst glaubt.

Yoncé Banks kämpft mit den anderen Kandidatinnen in der sechsteiligen Show „Queen of Drags“ (ab 14. November, 20.15 Uhr, ProSieben) um eben diesen Titel. Wir trafen die 26-Jährige zum Interview.

 

Yoncé Banks im Interview

 

Wie ist dein Drag-Name entstanden?

Auf meinen Namen bin ich gekommen, weil ich, seit ich sechs war, ein Beyoncé-Fan bin. Mit meinem Drag-Namen wollte ich etwas Feuriges und zugleich Tänzerisches und Weibliches ausdrücken – beim Nachnamen habe ich mich von „Tyra Banks“ inspirieren lassen. Yoncé hat fünf Buchstaben, Banks ebenfalls – mein Drag-Name lässt sich also gut drucken. Drag mache ich seit Oktober 2015. In Berührung kam ich mit Drag als ich 2014 für eine Hamburger Dragqueen als Backgroundtänzer gebucht wurde. Das hat mir so gut gefallen, dass ich es ebenfalls ausprobieren wollte – es viel mir nicht schwer, da ich als Friseur natürlich im Voraus gut schminken und frisieren konnte.

Was muss die „Queen of Drags“ mitbringen. Warum glaubst Du, hast Du den Titel verdient?

Man muss ein Gesamtbild sein. Ein Star! Als „Queen of Drags“ muss man nicht nur tolle Kostüme, Make-up und Haare haben, sondern auch Wiedererkennungswert, Star-/Sexappeal und eigene, immer neue Ideen/Konzepte haben und mitbringen. Und das habe ich! Ich denke immer sehr Visuell in Planungen meiner Looks und Auftritte und bin ziemlich pingelig. Ich bin ein Gesamtbild, welches nach der Show direkt einsetzbar ist. Mich kann man als ersten großen deutschen Drag-Artist vermarkten. Da glaube ich fest dran. Ich habe die Optik, das Talent, die Ausdauer, die Körperbeherrschung, den kreativen Kopf und die Disziplin, Deutschlands erster und großer nächster „Drag-Superstar“ zu werden! Auch würde es vielen Menschen in kleinen Städten zeigen, dass man es raus und nach oben schaffen kann. Und für diese Kinder mit diesen Träumen möchte ich kämpfen, um es ihnen zu beweisen. Allen, die mich immer runtergemacht haben und es mir bis heute nicht gönnen, würden die Augen ausfallen und auch das wäre eine riesige Genugtuung.

Was symbolisiert Yoncé?

Mein Drag ist sehr freizügig. Ich provoziere mit Absicht, weil ich zeigen will, dass Frauen machen können, was sie wollen – und nicht nur die Männer. Drag ist für mich aber nichts Sexuelles, sondern Kunst.

 

Und wie war es früher in Paderborn?

Als ich jünger war wurden mir ständig doofe Sprüche in der Fußgängerzone hinterhergerufen – von irgendwelchen Hinterweltlern, die scheinbar Langeweile hatten und mit ihrem eigenen Leben unzufrieden waren. So was Krasses passiert mir heute zwar nicht mehr wirklich oft, aber ich merke sofort, wenn mich Leute komisch angucken oder tuscheln. Denn ich bin mittlerweile trainiert darin, alles im Blick haben zu müssen – und sehe sofort, wer z.B. über mich lästert oder wer mich toll findet. Ansonsten ist Paderborn wirklich schön und sehr sauber. Ich lebe sehr gerne hier. Es gibt alles was man braucht - man kann feiern, aber auch Ruhe finden.

Was ist deine Drag-Message?

Mein Drag steht dafür, Frauen darin zu bestärken, dass sie aussehen und machen können, was sie wollen. Eine Frau, die sich frei verhält, trägt, aussieht und sich gibt, wie sie will, wird oft von Männern oder aber auch von anderen Frauen als Sexobjekt oder als billig angesehen, was völliger Quatsch ist. Eine Frau ist nicht weniger wert als ein Mann! Man muss einfach aufhören Menschen nieder machen zu wollen, die anders sind, nur weil man sich selbst etwas nicht traut oder es selbst nicht so kennt. Im Endeffekt wurden wir alle nackt geboren. The rest is fashion, Darling! Jeder darf sich präsentieren und sein, wie er es für richtig hält.

 

 

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