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Iiro Rantalas «Rhapsody» - Frischzellenkur für Gershwin

27.02.2020 - Die berühmte «Rhapsody In Blue» ist eigentlich fast schon totgespielt. Doch beim virtuosen Jazz-Pianisten Iiro Rantala und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen klingt Gershwin wieder taufrisch.

  • Iiro Rantala und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen spielen Gershwin. Foto: Act Music/Axel Martens/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Iiro Rantala und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen spielen Gershwin. Foto: Act Music/Axel Martens/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Am 19. Januar feierte Iiro Rantala seinen 50. Geburtstag. Kurz danach machte das deutsche Label ACT ihm, sich selbst und allen Fans von klassischem Jazz ein Jubiläumsgeschenk: das Album «Playing Gershwin».

Die Aufnahme des finnischen Pianisten mit der ihm aus gemeinsamen Live-Auftritten bestens vertrauten Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist eines von vielen Beispielen für die Vielseitigkeit Rantalas. Von Solo-Sachen wie «My Finnish Calendar» (2019) über Jazz-Ensemble-Platten und Hommage-Alben bis zu großformatigen Werken wie «Playing Gershwin» - es scheint nichts zu geben, was dieser freundliche, fröhliche Mann am Klavier nicht beherrscht.

War es kürzlich die Kombination «Mozart, Bernstein, Lennon», mit der Rantala und das Bremer Orchester brillierten, so wenden sie sich nun dem großen US-amerikanischen «Crossover»-Komponisten George Gershwin (1898-1937) zu. Zusammen mit Dirigent Jonathan Bloxham und Solo-Violinist Antti Tikkanen entstand eine Referenzaufnahme für die Verbindung von moderner Klassik mit Jazz-Elementen. Neben einer famosen, gut 17-minütigen «Rhapsody In Blue» ist hier noch eine fast ebenso lange «Porgy And Bess Suite» zu hören, hinzu kommen fünf Rantala-Kompositionen.

Rantala hat in Helsinki an der Sibelius-Akademie Jazz-Piano studiert und dann in New York an der Manhattan School of Music klassisches Klavier. Die Musikgeschichte begreift er «als Steinbruch für seine ganz persönliche Musik», wie sein Label ACT schreibt. Deshalb habe er sich auch für die fast totgespielte Rhapsodie «ein paar kleine Freiheiten erlaubt und zum Beispiel in der letzten Kadenz eine Improvisation im kubanischen Montuno-Stil eingefügt».

Ein virtuoser Pfiffikus, dieser Mann. Und mit gerade erst 50 noch so jung, dass viele weitere Highlights folgen dürften.

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