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Gamerdingers Fußball-Kolumne

04.03.2019 - DIE Nachricht der vergangenen Fußballwoche hatte nur indirekt mit der Bundesliga zu tun, freute mich aber ganz besonders: Denn wegen weiterhin guter Führung hat Uli Hoeneß den Rest seiner zur Bewährung ausgesetzten Reststrafe vom Augsburger Landgericht am Freitag erlassen bekommen. Zur Erinnerung: Der Wurstfabrikant aus München wurde 2014 wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verknackt. In 2016 wurde er wegen guter Führung vorzeitig entlassen. Mich freut die Tatsache, dass der Bayern-Präsident nun wieder als offiziell freier Mann gilt deshalb so besonders, weil das mit der guten Führung so toll funktioniert hat. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Oliver Kahn hingegen schon, denn den werden Uli Hoeneß und Kalle Rummenigge mit Beginn des nächsten Jahres unter ihre Vorstands-Fittiche nehmen und den "unbefleckten" Titan dann auf baldige Führungsaufgaben im Bayern-Vorstand vorbereiten - wenn er sich denn gut führt...

  • Uli Hoeneß hat seine Finger nun als offiziell freier Mann überall im Spiel. Inzwischen dürfte er sich auch wieder für das Torverhältnis seiner Bayern interessieren...  © picture alliance / dpa /...

    Uli Hoeneß hat seine Finger nun als offiziell freier Mann überall im Spiel. Inzwischen dürfte er sich auch wieder für das Torverhältnis seiner Bayern interessieren... © picture alliance / dpa / Pressebildagentur ULMER

Atmosphärische Störungen

Meine Annahme, dass es mit der guten Führung bei Hoeneß nicht so gut klappen würde, hat aber wirklich nichts mit der aktuell manchmal nicht ganz so guten (Spiel-)Führung eines weiteren Münchners zu tun – Fifa-Schiedsrichter Dr. Felix Brych nämlich. Reiner Zufall, dass der auch aus der bayrischen Landeshauptstadt kommt und angeblich bei Schiri-Boss Lutz Fröhlich, aufgrund atmosphärischer Störungen mit seinen langjährigen Assistenten Mark Borsch und Stefan Lupp, um neue Partner an der Seitenlinie vorgesprochen hat. Nun bin ich an diesen Geschehnissen nicht ganz so nah dran, würde es aber auch nicht als die feine Art empfinden, wenn man den Gerüchten Glauben schenken darf, dass der Doktor Brych seine zurzeit schwankenden Leistungen an seinen Assistenten festgemacht haben soll. Nicht die feine Münchner Art, sozusagen. Dafür kann allerdings sprechen (muss es aber nicht), dass es mit seinen bis auf Weiteres neuen Partnern, Frederick Assmuth und Thomas Stein (nein, nicht der von ehemals DSDS!), am Samstag bei Schalke gegen Düsseldorf richtig gut lief.

Werner, oder was?

Ähnlich atmosphärische Störungen beklagt aber auch Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick. Streitobjekt der Begierde ist dabei sein begehrter Stürmer Timo Werner, dessen Vertragsverlängerung bei den Rasenballsportlern komplett vom Tisch ist. Nun raten Sie mal, woher in der „Kausa Werner“ die bei Rangnick hervorgerufenen Irritationen ausgelöst wurden? Richtig: aus München! Von dort ließ nämlich das sportliche Management verlauten, dass es mit Werner-Berater Karlheinz Förster bereits einig sei und der Nationalspieler entweder im Sommer oder nach Vertragsende 2020 ablösefrei zu den Bayern wechseln würde. „Stimmt nicht“, widerspricht Ralf Rangnick vehement: „Eine Einigung für 2019 kann es nicht geben, denn dann wüssten wir davon. Und die genannte Option für 2020 gibt es nicht!“ Wäre auch schön blöd, denn dann würden den Leipzigern allerlei Millionen durch die Lappen gehen. Alles Werner, oder was!?

Abschied statt Abstieg

"Wir steigen ab, wir kommen nie wieder, wir haben Bruno Labbadia", skandierten nicht Wenige, als Wolfsburg Bruno Labbadia am 20. Februar 2018 als Retter verpflichtete. Doch nach dem steinigen Weg über die Relegationsspiele gegen Holstein Kiel hat Labbadia nicht nur den Klassenerhalt mit dem VfL realisiert, sondern mittlerweile aus dem Kader einen Europacup-Aspiranten geformt. Alles super in der VW-Stadt? Denkste! Zwischen Manager Jörg Schmadtke und dem VfL-Coach knirscht es ganz gewaltig. Unterschiedliche Auffassungen zur individuellen Stärke des Kaders, zur taktischen Ausrichtung und überhaupt: Während Labbadia, gut beraten und um die Steigerung seines Marktwertes wissend, jeglichen Kommentar in Richtung seines Managers vermeidet, nimmt Schmadtke gegenüber den Kollegen der BILD kein Blatt vor den Mund: „Ich werde sicher mit ihm keine Kochrezepte austauschen oder einen gemeinsamen Urlaub planen. Manchmal stimmt die Chemie einfach nicht.“ Nach zwei Relegationsjahren in Folge, sieht es bei den „Wölfen“ nach dem 1:1 gegen Werder Bremen nun nach Abschiedskampf statt Abstiegskampf aus!

Schalke 0:4

Einen solchen Abschiedskampf wird es in Gelsenkirchen nicht geben, denn spätestens wenn am Dienstag der neue Schalker Sportvorstand Jochen Schneider offiziell in Amt und Würden ist, dürfte das Aus für S04-Coach Domenico Tedesco gekommen sein. Das 0:4 am Samstag im eigenen Stadion gegen Fortuna Düsseldorf glich einem Offenbarungseid an Nicht-Leistung. „Kampflos, mutlos, brotlos“, bezeichnete Tedesco nicht nur die Leistung seiner Mannschaft , sondern wirkte nach Abpfiff bei seinem mutigen und Charakter zeigenden Gang in die Kurve auch selbst so. Dass Schalke zudem die schlechteste Saison seit dem Abstieg 1982/83 spielt, passt zum Gesamtbild und entzieht einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Trainer, der ja vergangene Saison noch (ziemlich überraschend) Vizemeister mit dem Team wurde, jegliche Argumentation. Die Zeichen stehen ganz klar auf Abschied, denn sonst droht tatsächlich noch der Abstieg!

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