Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Amnesty entzieht Aung San Suu Kyi wichtigsten Preis

13.11.2018 - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Myanmars Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi ihre wichtigste Auszeichnung wieder entzogen. Die 73-Jährige verlor damit das Recht, sich weiterhin als «Botschafterin des Gewissens» zu bezeichnen.

  • Aung San Suu Kyi, Regierungschefin von Myanmar, ist nicht mehr «Botschafterin des Gewissens». Foto: Bullit Marquez/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Aung San Suu Kyi, Regierungschefin von Myanmar, ist nicht mehr «Botschafterin des Gewissens». Foto: Bullit Marquez/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Ein Rohingya-Flüchtlingslager in Indien. Foto: Rajat Gupta/EPA © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Rohingya-Flüchtlingslager in Indien. Foto: Rajat Gupta/EPA © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Flüchtlinge der Rohingya tragen eine alte Frau über einen schlammigen Weg, nachdem sie die Grenze zwischen Bangladesch und Myanmar überquert haben. Foto: Md. Mehedi Hasan/Pacific Press via ZUMA Wire © dpa - Deutsche...

    Flüchtlinge der Rohingya tragen eine alte Frau über einen schlammigen Weg, nachdem sie die Grenze zwischen Bangladesch und Myanmar überquert haben. Foto: Md. Mehedi Hasan/Pacific Press via ZUMA Wire © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Kinder der muslimischen Rohingya-Minderheit warten auf Essensrationen. Foto: Dar Yasin/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kinder der muslimischen Rohingya-Minderheit warten auf Essensrationen. Foto: Dar Yasin/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Großstadt aus Elendshütten: Cox's Bazar ist das größte Flüchtlingslager für Rohingya in Bangladesch. Foto: Nick Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Großstadt aus Elendshütten: Cox's Bazar ist das größte Flüchtlingslager für Rohingya in Bangladesch. Foto: Nick Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Ein Grenzsoldat aus Myanmar bewacht ein Flüchtlingscamp der Rohingya, das sich in einem Niemandsland ziwschen Bangladesch und Myanmar befindet. Foto: Min Kyi Thein/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Grenzsoldat aus Myanmar bewacht ein Flüchtlingscamp der Rohingya, das sich in einem Niemandsland ziwschen Bangladesch und Myanmar befindet. Foto: Min Kyi Thein/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Er soll vertrauliche Unterlagen zum Vorgehen des Militärs gegen die Rohingya besessen haben: Kyaw Soe Oo, Journalist der Nachtrichtenagentur Reuters, in Handschellen. Foto: Thein Zaw/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Er soll vertrauliche Unterlagen zum Vorgehen des Militärs gegen die Rohingya besessen haben: Kyaw Soe Oo, Journalist der Nachtrichtenagentur Reuters, in Handschellen. Foto: Thein Zaw/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Menschenrechtler begründeten dies damit, dass Suu Kyi als Regierungschefin ihres südostasiatischen Heimatlands die eigenen Werte von früher «in beschämender Weise verraten» habe.

Die einstige Oppositionsführerin steht wegen der brutalen Vertreibung von mehreren Hunderttausend Muslimen der Volksgruppe der Rohingya seit mehr als einem Jahr massiv in der Kritik. Die Vereinten Nationen sprechen von «Völkermord». Immer wieder gibt es auch Forderungen, Suu Kyi den Friedensnobelpreis wieder abzuerkennen. Dies ist nach Angaben des Nobelpreis-Komitees aber unmöglich.

Amnesty-Generalsekretär Kumi Naidoo teilte der einst hochgeschätzten «Lady» nun jedoch in einem Brief mit, dass ihr die Auszeichnung als «Ambassador of Conscience» («Botschafterin des Gewissens») entzogen wurde. Suu Kyi hatte den Preis 2009 bekommen, als sie noch unter Hausarrest stand. Inzwischen führt sie in Myanmar (ehemals: Birma) mit dem Titel einer «Staatsrätin» die Regierung. Darin ist auch das Militär, das sie einst verfolgen ließ, mit mehreren Ministern beteiligt. Mehrfach verteidigte sie das Vorgehen gegen die Rohingya.

Der Amnesty-Generalsekretär warf ihr vor, gegenüber Gräueltaten des Militärs gleichgültig zu sein und auch die Meinungsfreiheit nicht ausreichend zu schützen. Amnesty habe eigentlich erwartet, dass Suu Kyi ihre «moralische Autorität» nutze, heißt es in dem Schreiben. Und weiter: «Heute sind wir zutiefst bestürzt, dass Sie nicht länger ein Symbol der Hoffnung, des Mutes und der unermüdlichen Verteidigung der Menschenrechte sind.»

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren