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Doll Sprint-Dritter - Nawrath überrascht in Ruhpolding

16.01.2020 - Beinahe hätte Philipp Nawrath für eine Biathlon-Sensation gesorgt. Einer hätte sich besonders darüber gefreut. Zufrieden war der Bundestrainer.

  • Sprintete in der Chiemgau Arena auf Rang drei: Benedikt Doll. Foto: Sven Hoppe/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sprintete in der Chiemgau Arena auf Rang drei: Benedikt Doll. Foto: Sven Hoppe/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Lag gut im Rennen und wurde am Ende bärenstarker Siebter: Philipp Nawrath. Foto: Sven Hoppe/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Lag gut im Rennen und wurde am Ende bärenstarker Siebter: Philipp Nawrath. Foto: Sven Hoppe/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Der Franzose Quentin Fillon Maillet (l) wurde Zweiter hinter seinem Landsmann Martin Fourcade. Foto: Matthias Balk/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Franzose Quentin Fillon Maillet (l) wurde Zweiter hinter seinem Landsmann Martin Fourcade. Foto: Matthias Balk/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gebannt schaute Benedikt Doll im Hexenkessel der Ruhpoldinger Chiemgau Arena auf die Leinwand und freute sich über Philipp Nawrath.

Mit der hohen Startnummer 77 traf der Allgäuer auch beim letzten Schießen alle Scheiben, lag auf Platz zwei. «Der macht auch noch ein gutes Ding. Er oder ich werden am Ende auf dem Podium stehen», prophezeite Doll. Und so kam es!

Der 26-jährige Nawarath war drauf und dran im Sprint-Wettkampf bei seinem ersten Weltcup-Einsatz in dieser Saison für einen echten Coup zu sorgen. Doch auf der Schlussrunde reichten die Kräfte nicht ganz. «Ich habe versucht alles rauszuholen. Aber es wurde relativ dunkel vor meinen Augen», sagte er. Am Ende wurde Nawrath bärenstarker Siebter, Doll beendete das Rennen beim 76. Weltcupsieg des Franzosen Martin Fourcade vor seinem Landsmann Quentin Fillon Maillet als hervorragender Dritter.

Der 29-Jährige aus dem Schwarzwald lag zwölf Sekunden zurück. «Am Schießstand hätte ich einen Tick schneller sein können», sagte Ex-Weltmeister Doll. «Da wären fünf bis sechs Sekunden drin gewesen. Aber ich bin megaglücklich über das Podest.» In die Top Ten schaffte es auch Johannes Kühn (1 Fehler) als Neunter.

Mann der Stunde freilich war Nawrath, der aus Nesselwang kommt, dem Heimatort des dreimaligen Olympiasiegers Michael Greis. Für Ruhpolding war er dank seiner starken Leistungen genau wie Roman Rees aus dem zweitklassigen IBU-Cup ins A-Team befördert worden. «Es ist keine Schande, in der 2. Liga zu starten. Wenn man da gut dabei ist, schafft man das auch im Weltcup», sagte Nawrath, der nun sogar die WM-Norm erfüllt hat.

Ohne die beiden formschwachen Ex-Weltmeister Erik Lesser (Start im IBU-Cup) und Schempp (Trainingspause) musste sich Olympiasieger und Einzel-Weltmeister Arnd Peiffer, in Oberhof Zweiter im Massenstart, nach zwei Strafrunden diesmal mit Rang 22 zufrieden geben. Rees bestätigte als 19. seine Nominierung. Philipp Horn wurde 24.

«Wenn alle Athleten in den Top 25 sind in einem Feld, in dem es wirklich hart zur Sache geht, wenn man an so einem Tag nicht zufrieden wäre, dann würde irgendwas schieflaufen», sagte der sonst so strenge Bundestrainer Mark Kirchner.

Bei Sonnenschein und perfekten Bedingungen vor 11.000 begeisterten Fans verschaffte sich Doll, der vor Weihnachten in Le Grand-Bornand den Sprint gewonnen hatte, auch eine tolle Ausgangsposition für die Verfolgung am Sonntag - genau wie Nawrath und Kühn.

Derweil ist Fourcade wieder da, wo er sieben Jahre lang war: An der Spitze des Gesamtweltcups. Frankreichs Superstar nutzte erneut die Abwesenheit des Norwegers Johannes Thingnes Bö, um mit seinem dritten Sieg in Serie den Vorsprung im Gelben Trikot auszubauen. Cupverteidiger Bö hatte vor seiner Babypause fünf Siege geholt. Er ließ schon Oberhof aus, um bei der Geburt seines Sohnes Gustav dabei zu sein. Ob er in Pokljuka wieder startet, ist offen.

In der Chiemgau Arena geht es nun mit den Staffeln weiter, am Freitag (14.30 Uhr/ZDF und Eurosport) wollen die Damen um Schlussläuferin Denise Herrmann erstmals in dieser Saison auf das Podest. Am Samstag (14.15 Uhr) steht die WM-Generalprobe für die Männer an. In Sachen Aufstellung hat Kirchner nun die Qual der Wahl.

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