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Fitbit-Übernahme durch Google besorgt Verbraucherschützer

02.07.2020 - Die Uhren von Fitbit zeichnen zahlreiche Daten über die Fitness und Position ihrer Nutzer auf. Das könnte dem Werbegeschäft von Google bei der Milliarden schweren Übernahme in die Hände spielen.

  • Fitbit Charge 3 Fitness-Tracker wird in New York ausgestellt. Foto: Richard Drew/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Fitbit Charge 3 Fitness-Tracker wird in New York ausgestellt. Foto: Richard Drew/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die geplante Übernahme des Fitnessuhren-Herstellers Fitbit durch den Online-Riesen Google besorgt Verbraucher- und Datenschützern weltweit. Google könne etwa die wertvollen Gesundheits- und Positionsdaten von Fitbit auswerten, um seine ohnehin schon dominante Stellung auf dem Markt für Onlinewerbung zu stärken, warnten 20 Organisationen am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung.

Kartell-, Aufsichts- und Datenschutzbehörden weltweit müssten dem höchste Aufmerksamkeit schenken, forderten unter anderem der Europäische Verbraucherverband Beuc, die US-amerikanische Verbrauchervereinigung und die Datenschutz-Organisation European Digital Rights.

Google hatte Anfang November des vergangenen Jahres Pläne zur Übernahme von Fitbit für gut zwei Milliarden Dollar bekanntgegeben. Dabei hieß es, dass Daten des Fitness-Spezialisten nicht für personalisierte Werbung verwendet werden sollen. Anfang des Jahres warnten Europäische Datenschützer, eine weitere Ansammlung von Nutzer-Informationen in der Hand eines großen Tech-Unternehmens sei ein Risiko für den Schutz der Privatsphäre.

Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission signalisierten einem Bericht der «Financial Times» vom Donnerstag zufolge, die geplante Übernahme genauer untersuchen zu wollen. Demnach verschickte die Brüsseler Behörde Fragebögen an die Rivalen von Google und von Fitbit, in denen sie unter anderem fragen, ob die Übernahme den Wettbewerb zerstöre und ob Google dadurch an Daten käme, mit denen das Unternehmen sein Werbegeschäft verbessern könne. Eine Sprecherin der EU-Kommission wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

© dpa-infocom, dpa:200702-99-650666/2

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