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Tornado in der Eifel: Zahl der Verletzten steigt auf fünf

14.03.2019 - Plötzlich ein dunkler Himmel und unbeschreiblicher Lärm - dann wütet ein Wirbelsturm durch ein Eifel-Dorf. Dutzende Häuser haben Schäden. Ein Glück, dass keiner tot ist, sagt ein Augenzeuge.

  • In der Eifel-Gemeinde Roetgen südlich von Aachen gehen jetzt das Aufräumen und die Reparatur der beschädigten Häuser los. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    In der Eifel-Gemeinde Roetgen südlich von Aachen gehen jetzt das Aufräumen und die Reparatur der beschädigten Häuser los. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Ein kompletter Dachstuhl überdeckt wie eine riesige Haube Autos in der Eifelgemeinde Roetgen. Foto: Ralf Roeger © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein kompletter Dachstuhl überdeckt wie eine riesige Haube Autos in der Eifelgemeinde Roetgen. Foto: Ralf Roeger © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Vom Tornado wie Geschosse beschleunigt: Dachziegel stecken in der Fassade eines Hauses. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Vom Tornado wie Geschosse beschleunigt: Dachziegel stecken in der Fassade eines Hauses. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Jetzt beginnt das Reparieren: In einer Kette werfen sich Dachdecker Ziegel zu. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Jetzt beginnt das Reparieren: In einer Kette werfen sich Dachdecker Ziegel zu. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Mit ungeheurer Wuche war der Tornado durch die Gemeinde Roetgen südlich von Aachen gezogen. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mit ungeheurer Wuche war der Tornado durch die Gemeinde Roetgen südlich von Aachen gezogen. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • In der Eifel-Gemeinde Roetgen blieb kaum ein Dach vom Tornado verschont. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    In der Eifel-Gemeinde Roetgen blieb kaum ein Dach vom Tornado verschont. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Die Reparaturarbeiten laufen schon: Dachdecker arbeiten an einem Haus, dessen Dach durch den Tornado beschädigt wurde. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Reparaturarbeiten laufen schon: Dachdecker arbeiten an einem Haus, dessen Dach durch den Tornado beschädigt wurde. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Böse erwischt: Hausbesitzer Thomas Bourceau steht nach dem Tornado vor seinem beschädigten Haus. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Böse erwischt: Hausbesitzer Thomas Bourceau steht nach dem Tornado vor seinem beschädigten Haus. Foto: Henning Kaiser © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Dachziegel auf dem Autodach: Zerstörtes Auto in Roetgen. Foto: Ralf Roeger © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dachziegel auf dem Autodach: Zerstörtes Auto in Roetgen. Foto: Ralf Roeger © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Umgestürzte Bäume liegen vor einem Haus in Roetgen. Foto: Ralf Roeger © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Umgestürzte Bäume liegen vor einem Haus in Roetgen. Foto: Ralf Roeger © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Beschädigtes Haus in Roetgen in der Eifel. Foto: Ralf Roeger © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Beschädigtes Haus in Roetgen in der Eifel. Foto: Ralf Roeger © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem stürmischen Wetter der letzten Tage bis hin zu einem Tornado in der Eifel kommt jetzt ein Tief nach dem anderen auf Deutschland zu.

«Weiterhin rauschen Tiefdruckgebiete wie auf einer Autobahn vom Nordatlantik über die Nordsee nach Deutschland», sagte Helge Tuschy, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Donnerstag in Offenbach. An diesem Freitag bringt «Heinz» dichte Wolken, Regen und stürmischen Wind. Besonders im Norden drohen Sturmböen, an den Küsten sogar schwere Sturmböen.

Unterdessen wurde bekannt, dass bei dem Tornado in der Eifel-Gemeinde Roetgen am Mittwoch mehr Menschen verletzt wurden als zunächst angenommen. «Fünf Menschen sind leicht verletzt worden, vier von ihnen wurden im Krankenhaus behandelt», sagte ein Feuerwehrsprecher. Zuerst hatten die Einsatzkräfte nur von einem Verletzten berichtet.

Eine Windhose war über den kleinen Ort an der Grenze zu Belgien gewirbelt. Dabei wurden nach Angaben der Feuerwehr bis zu 40 Häuser beschädigt, zehn davon seien derzeit unbewohnbar. Klinkerfassaden packte der Tornado mit seiner ganzen Kraft. Abgesplitterte Dachziegel wurden wie Messer in eine Hausfassade geschleudert und stecken noch. «Es ist ein Glück, dass keiner tot (...) ist», sagte Harald Müller, der in diesem Haus wohnt.

«Es wurde dunkel. Dann begann es zu hageln», so Müller. Dann dieser unbeschreibliche Lärm. Das Kindertrampolin wirbelte durch den Garten. «Schmeißt euch auf den Boden», habe er seinen hereinkommenden Kindern zugerufen und sich mit ihnen hingeworfen. Überall im Haus knallten Scheiben. «Es war, als hätte eine Bombe eingeschlagen.» Am Folgetag waren 350 Einsatzkräfte mit Aufräum- und Reparaturarbeiten zugange.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigte am Donnerstag, dass es sich bei dem starken Unwetter in der Gemeinde mit rund 8500 Einwohnern um einen Tornado gehandelt hat. «Solche Windhosen sind zwar selten, können aber immer mal wieder aufkommen», sagte eine DWD-Sprecherin am Donnerstag.

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