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«Rewind, Replay, Rebound»: Mit Volbeat zurück in die 80er

02.08.2019 - Seit fast 20 Jahren stehen die Dänen von Volbeat schon auf den Festivalbühnen Europas. Jetzt bringt die Band ihr siebtes Studioalbum heraus - und blickt auch musikalisch zurück in die Vergangenheit.

  • Volbeat gehen auf Zeitreise. Foto: Daniel Karmann © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Volbeat gehen auf Zeitreise. Foto: Daniel Karmann © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Volbeat gehen auf Zeitreise. Mit ihrem neuen Album «Rewind, Replay, Rebound» tauchen die Dänen tief ein in ihre eigene Lebensgeschichte - und die der Rockmusik.

Schon der erste Song des Albums zeigt die Richtung an: Einmal zurück in die 80er, bitte. «Last Day Under The Sun» könnte zumindest musikalisch auch von Glam-Hardrockern wie Mötley Crüe stammen.

Doch die Wurzeln des Songs sind ganz andere: Inspiriert habe ihn die Biografie von Johnny Cash, sagte Sänger Michael Poulsen laut Plattenfirma. «Er berichtet da von einer ziemlich harten Drogen- und Alkoholphase. Schließlich geht er in eine Höhle und legt sich hin, um zu sterben. Doch natürlich wacht er schließlich wieder auf - und weiß, dass er eine zweite Chance bekommen hat», sagt Poulsen. «Auch wir haben unsere Depressionen, unsere Dämonen, denen wir uns stellen müssen. Wir alle gehen in diese Höhle und kommen als neuer Mensch heraus: Mit neuer Perspektive, neuer Hoffnung oder neuem Sinn.»

Die sehr melodischen Songs «Rewind The Exit» und «Cloud 9» dagegen erinnern streckenweise an große, etwas pathetische Rock-Pop-Balladen. Im vierten Track «Die To Live» wird es zunächst erfreulich punkig, dann kommen Rock'n'Roll-Elemente dazu. In «The Awakening Of Bonnie Parker» verarbeiten Volbeat den berühmten Stoff von Bonnie & Clyde.

«Pelvis On Fire», eine Vorab-Single-Auskopplung über die brennende Rock'n'Roll-Hüfte, nennt Poulsen einen «astreinen Rock & Roller». Es ist wohl auch eine Hommage der als Elvis-Rocker bekannt gewordenen Band an Elvis «The Pelvis» Presley. «Wenn man sich die Songs aus den Fünfzigern und Sechzigern anhört und auch mal einen Blick auf die Texte wagt, dann ist da nicht so viel mit Tiefgang. Was zur Hölle soll 'Tutti Frutti, oh Rudy' schon bedeuten? Es ergibt keinen Sinn - aber es klingt wahnsinnig gut. Es geht um dieses Gefühl, um Bewegung, um Sex.»

Die Band denke ihren «unglaublich druckvollen Psychobilly Punk & Roll-Sound» weiter, wirbt die Plattenfirma. Herausgekommen ist ein ziemlich wilder, durchaus unterhaltsamer und vor allem sehr melodischer Stil-Mix.

Sänger Poulsen leistet Eindrucksvolles - beispielsweise wenn er sich in «When We Were Kids» melancholisch an die verlorene Kindheit erinnert - ein Thema, das auch in der Single-Auskopplung «Leviathan» aufgegriffen wird. «Es gibt da schon Passagen, wo die Leute sagen werden: 'Wow, ich wusste ja gar nicht, dass du so singen kannst'», sagte Poulsen laut Plattenfirma. «Ja, ich selbst wusste das ehrlich gesagt auch nicht.»

Seit die Musiker Kinder waren, ist viel passiert. Spätestens seit ihrem Sprung in die USA vor einigen Jahren haben Volbeat den weltweiten Durchbruch geschafft. Sie waren mit Metallica auf Tournee, mit Motörhead und Slipknot. Anderthalb Milliarden Mal wurde ihre Musik nach Angaben der Plattenfirma schon gestreamt. Auf den großen Festivals treten sie mit ihren eingängigen und mitsingtauglichen Songs als Headliner auf, gefeiert von vielen - oft jungen und weiblichen - Fans, die das Logo der Band auf T-Shirts tragen.

Der Thrash-Metal-Einfluss von Metallica kommt auf dem neuen Album durch in «Sorry Sack Of Bones», einer Ode an nicht mehr und nicht weniger als einen massiven Kater, und in «Cheapside Sloggers». Kein Wunder, ist bei letzterem doch Thrash-Metal-Gitarrist Gary Holt dabei, der sonst bei Exodus und Slayer spielt. Er ist nicht als einziger Studiogast auf dem Album zu hören. Auch der Harlem Gospel Choir ist wieder dabei.

Sänger Poulsen sagt, was jeder Künstler über sein aktuelles Album sagt: «Dieses neue Album ist ganz klar unser bestes, weil es nun mal unser bestes Album sein muss - zumindest bis zur nächsten Veröffentlichung.»

Konzerte im November: 1.11. Berlin, 3.11. Stuttgart, 5.11. Zürich, 7.11. Frankfurt/Main, 8.11. München, 10.11. Leipzig, 11./12.11. Hamburg, 14./15.11. Köln, 17.11. Wien

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