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Brände Flammen fressen sich in Portugal weiter vorwärts

Die Feuerwehr kämpft in Portugal weiter unermüdlich gegen die Flammen. Man kam am Montag zwar gut voran, aber die Lage gilt aufgrund der Witterungsbedingungen weiterhin als besorgniserregend.
  • Löschflugzeuge sind über dem Waldbrandgebiet in Zentralportugal pausenlos im Einsatz. Foto: Paulo Duarte © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Löschflugzeuge sind über dem Waldbrandgebiet in Zentralportugal pausenlos im Einsatz. Foto: Paulo Duarte © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Besorgte Anwohner in Aldeia do Pessegueiro, nordöstlich von Lissabon. Die Menschen sind geschockt: «In meinen 53 Jahren habe ich so etwas nicht gesehen», so ein Anwohner. Foto: Atlantico Press © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Besorgte Anwohner in Aldeia do Pessegueiro, nordöstlich von Lissabon. Die Menschen sind geschockt: «In meinen 53 Jahren habe ich so etwas nicht gesehen», so ein Anwohner. Foto: Atlantico Press © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Löscharbeiten in Pedrogão Grande: Derzeit sind mehr als 900 Feuerwehrmänner mit knapp 300 Fahrzeugen und vier Löschflugzeugen im Einsatz. Foto: Rui Oliveira © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Löscharbeiten in Pedrogão Grande: Derzeit sind mehr als 900 Feuerwehrmänner mit knapp 300 Fahrzeugen und vier Löschflugzeugen im Einsatz. Foto: Rui Oliveira © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • In der Nähe von Moita wurde der ausgebrannte Lkw zum Teil unter einer Hausmauer begraben. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    In der Nähe von Moita wurde der ausgebrannte Lkw zum Teil unter einer Hausmauer begraben. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Ein Löschflugzeug kreist über dem Waldbrandgebiet 160 Kilometer nordöstlich von Lissabon. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ein Löschflugzeug kreist über dem Waldbrandgebiet 160 Kilometer nordöstlich von Lissabon. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Nehmen, was man kriegen kann: Mit einem Gartenschlauch kämpft ein Mann gegen den verheerenden Waldbrand. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Nehmen, was man kriegen kann: Mit einem Gartenschlauch kämpft ein Mann gegen den verheerenden Waldbrand. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Flammende Kulisse: Eine Straße zwischen den kleinen Ortschaften Casalinho und Enchecamas, etwa 150 Kilometer nordöstlich von Lissabon. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Flammende Kulisse: Eine Straße zwischen den kleinen Ortschaften Casalinho und Enchecamas, etwa 150 Kilometer nordöstlich von Lissabon. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Viele Menschen sind fassungslos. Eine ältere Frau weinte und rief: «Das ist das Ende der Welt.» Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Viele Menschen sind fassungslos. Eine ältere Frau weinte und rief: «Das ist das Ende der Welt.» Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Vor allem für viele Autofahrer wurde das durch Winde stark angefachte Feuer zur Todesfalle. Foto: Armando Franca © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Vor allem für viele Autofahrer wurde das durch Winde stark angefachte Feuer zur Todesfalle. Foto: Armando Franca © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Etliche der später tot geborgenen Menschen waren mit ihren Fahrzeugen unterwegs, als die Flammen sie plötzlich einschlossen. Foto: Armando Franca © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Etliche der später tot geborgenen Menschen waren mit ihren Fahrzeugen unterwegs, als die Flammen sie plötzlich einschlossen. Foto: Armando Franca © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Ein Polizist steht im Wald bei Pedrogao Grande neben einer zugedeckten Leiche. Foto: Armando Franca © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ein Polizist steht im Wald bei Pedrogao Grande neben einer zugedeckten Leiche. Foto: Armando Franca © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Ein Mann beobachtet in Avelar einen Waldbrand auf einem Hügel nahe der Stadt. Foto: Armando Franca © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Ein Mann beobachtet in Avelar einen Waldbrand auf einem Hügel nahe der Stadt. Foto: Armando Franca © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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Der verheerende Waldbrand mit mindestens 63 Todesopfern hält in Portugal die Feuerwehr und die Rettungsteams auch am dritten Tag auf Trab. Am Montag fraßen sich die Flammen rund 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon durch die bergige Waldregion auf vier Fronten vorwärts.

Zahlreiche Rauchsäulen waren im Bezirk Leiria weithin sichtbar. Ein Sprecher des Zivilschutzes erklärte am Nachmittag, man komme bei der Bekämpfung des Feuers zwar «gut voran», die Lage sei aber wegen ungünstiger Witterungsbedingungen weiter «besorgniserregend».

Wie der Fernsehsender SIC unter Berufung auf die behandelnden Ärzte berichtete, erlag ein Feuerwehrmann am Montag seinen bei der Brandbekämpfung erlittenen Verletzungen. Damit erhöhte sich die Opferzahl erstmals seit Sonntagabend. Es sind nun 63 Tote.

Die Behörden konnten unterdessen 24 Tote identifizieren. Unter den Identifizierten sei kein Ausländer, sagte Innenministerin Constança Urbano de Sousa in Avelar in der Unglücksregion. Das Außenministerium in Paris versicherte aber ohne weitere Details, ein Franzose sei bei dem Brand ums Leben gekommen. Der Widerspruch könnte daher rühren, dass Angehörige portugiesischer Auswandererfamilien oft eine doppelte Staatsangehörigkeit haben.

Die Zahl der Verletzten stieg derweil von 62 auf 135 deutlich an. Es handele sich um 121 Zivilisten, 13 Feuerwehrmänner und einen Angehörigen des Militärs, berichtete die Koordinierungsstelle für den nationalen Rettungsdienst INEM. «Der Zustand von sieben Verletzten ist ernst», sagte INEM-Präsident Luís Meira.

Das Feuer war am Samstag im bergigen und waldreichen Kreis Pedrógão Grande laut Polizei bei einem Blitzschlag in einem Baum ausgebrochen. Wegen starker Winde breitete es sich rasch aus und wurde vor allem für viele Autofahrer auf einer Nationalstraße zur Todesfalle, als das Feuer ihre Wagen einschloss. Auf der «Todesstraße», wie Medien schrieben, starben mindestens 30 Menschen. Viele Opfer verbrannten bis zur Unkenntlichkeit.

Die Flammen hinterließen auch in den Kreisen Figueiró dos Vinhos und Castanheira de Pera eine Spur der Zerstörung. Hunderte Tiere starben, unzählige Fahrzeuge brannten aus, Dutzende Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht. Über die Größe der zerstörten Waldfläche wurden zunächst keine Angaben gemacht. Dutzende Bewohner mehrerer Dörfer wurden in Sicherheit gebracht.

In Pedrógão Grande und Umgebung waren am Montag nach Angaben des Innenministeriums 950 Feuerwehrleute mit 300 Fahrzeugen im Einsatz. Auch mehrere Löschflugzeuge wurden eingesetzt. Starke Winde und Hitze von bis zu 38 Grad behinderten in der dünn besiedelten, von Pinien- und Eukalyptusbäumen beherrschten Region die Löscharbeiten. Zudem herrschte trotz eines kurzen und leichten Regens am Montagmorgen weiter extreme Trockenheit.

Die von der Regierung angeordnete dreitägige Staatstrauer begann am Montag. Ministerpräsident António Costa sagte: «Die Tragödie schockiert uns durch ihre Dimension.» Es ist der Waldbrand mit den meisten Todesopfern in Portugal seit Beginn der Aufzeichnungen.

© dpa-infocom GmbH
 

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