Dienste

 

 

Wichtige Nord-Süd-Verbindung Rheintal-Bahnstrecke bereits am 2. Oktober wieder frei

Gute Nachricht für Reisende: Die nach einer Havarie gesperrte Nord-Süd-Trasse der Bahn soll fast eine Woche früher als geplant wieder befahrbar sein. Die Logistikbranche erwartet indes längerfristige Folgen - und wendet sich an den Verkehrsminister.
  • Seit dem 12. August ist die wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Rastatt und Baden-Baden gesperrt. Foto: Uli Deck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Seit dem 12. August ist die wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Rastatt und Baden-Baden gesperrt. Foto: Uli Deck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Das Nordportal des im Bau befindlichen Bahntunnel Rastatt: An der Baustelle hatten sich Bahngleise abgesenkt. Foto: Uli Deck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Das Nordportal des im Bau befindlichen Bahntunnel Rastatt: An der Baustelle hatten sich Bahngleise abgesenkt. Foto: Uli Deck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Seit dem 12. August ist die Strecke an der Tunnel-Baustelle in Rastatt unterbrochen. Foto: Uli Deck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Seit dem 12. August ist die Strecke an der Tunnel-Baustelle in Rastatt unterbrochen. Foto: Uli Deck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Die wichtige Nord-Süd-Trasse der Bahn ist seit über einem Monat gesperrt. Foto: Uli Deck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die wichtige Nord-Süd-Trasse der Bahn ist seit über einem Monat gesperrt. Foto: Uli Deck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Die Strecke ist für den gesamten europäischen Bahnverkehr wichtig Foto: Uli Deck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Die Strecke ist für den gesamten europäischen Bahnverkehr wichtig Foto: Uli Deck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Reparaturarbeiten an der Baustelle des Bahntunnels Rastatt. Foto: Uli Deck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Reparaturarbeiten an der Baustelle des Bahntunnels Rastatt. Foto: Uli Deck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Baustelle des Bahntunnels Rastatt bei Niederbühl. Foto: Uli Deck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Baustelle des Bahntunnels Rastatt bei Niederbühl. Foto: Uli Deck © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
1 / 7

Die wochenlange Sperrung einer wichtigen Nord-Süd-Bahntrasse im Oberrheintal sorgt nicht nur für Unmut bei Reisenden. Auch Güterverbände sind verärgert und sprechen von riesigen Löchern in den Kassen, schließlich ist die Strecke eine europäische Transport-Hauptschlagader.

Nun gibt es zumindest eine gute Nachricht. Wie die Bahn am Donnerstag mitteilte, soll die Verbindung ab dem 2. Oktober wieder befahrbar sein - fünf Tage früher als geplant.

Grund für die seit dem 12. August geltende Sperrung der stark frequentierten Strecke war ein Unfall an einer Tunnelbaustelle bei Rastatt. Wasser und Erde waren eingedrungen, daraufhin sackten die Schienen ab. Reisende, Pendler und Transportfirmen klagen über Behinderungen sowie Kosten in Millionenhöhe. Der Logistik-Verband BGL forderte die Schaffung eines Notfallfonds.

Von den täglich 800 bis 1300 Personenfernzügen, die auf dem deutschen Schienennetz unterwegs sind, passieren regulär etwa 70 die Rheintalstrecke. Hinzu kommen 50 Regionalzüge sowie bis zu 200 Güterzüge. Derzeit bringen Busse wegen der Sperrung zwischen Rastatt und Baden-Baden an diesem Abschnitt Reisende weiter, der Güterverkehr wird umgeleitet.

«In dieser schwierigen Lage zählt jeder Tag für unsere Kunden im Güter- und Personenverkehr. Daher ist es hilfreich, dass wir früher fertig werden», sagte Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. Dem Unternehmen zufolge bleibt es bis zur Wiederinbetriebnahme der Strecke aber eine große Aufgabe, den Güterverkehr umzuleiten. Für etwas Entspannung sorge die vorgezogene Aufnahme der Gäubahn. Zudem seien mittlerweile rund 70 zusätzliche Lokführer im Güterverkehr im Einsatz - auch aus dem Ausland. «Die Herausforderung: Diese Lokführer müssen nicht nur über die nötigen Kenntnisse der Fahrzeuge und Strecken verfügen, sondern auch Sprachkenntnisse haben», hieß es in einer Bahn-Mitteilung.

Der Logistik-Verband BGL etwa klagt über chaotische Zustände an den Containerbahnhöfen. Nach seinen Angaben gehen die Kosten der betroffenen Transportfirmen und Speditionen für Standzeiten, Umwegfahrten und Vertragsstrafen wegen verspäteter Lieferungen «in die Millionen». Der Verband forderte in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) die Einrichtung eines Notfallfonds und bat den Minister, sich bei der Bahn für finanzielle Entschädigungen einzusetzen.

Die Deutsche Bahn baut die Rheintalbahn seit langem als Teil des europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes aus. Seit dem vergangenen Jahr werden zwei knapp 4300 Meter lange Tunnelröhren unter der Stadt Rastatt gebohrt. Am 12. August hatte sich ein Betonsegment in der Tunnelröhre verschoben, die nur knapp fünf Meter unter den Gleisen der Rheintalbahn durchführt. Wasser und Erdreich drangen ein, die Gleise darüber senkten sich ab. Der Güterverkehr staute sich nach der Havarie zwischen Rotterdam und Genua. Die Röhre unterhalb der Rheintalbahn wurde zur Stabilisierung auf 150 Metern Länge mit 10 500 Kubikmetern Beton gefüllt.

© dpa-infocom GmbH
 
6283998
Rheintal-Bahnstrecke bereits am 2. Oktober wieder frei
Gute Nachricht für Reisende: Die nach einer Havarie gesperrte Nord-Süd-Trasse der Bahn soll fast eine Woche früher als geplant wieder befahrbar sein. Die Logistikbranche erwartet indes längerfristige Folgen - und wendet sich an den Verkehrsminister.
http://www.arcor.de/content/aktuell/news_panorama/6283998,1,Wichtige-Nord-S%C3%BCd-Verbindung--Rheintal-Bahnstrecke-bereits-am-2.-Oktober-wieder-frei,content.html
http://www.arcor.de/iimages/gimages/KypX4NSWST_RWkyGDX0eQ+sm2JSlgbnBa+spPk+ahpmc8injHCEFsPBjTpLhIG11HV+eMhXOH7IC6t4ckaya+w==.jpg

Arcor Video-News des Tages

 
 

Topthema - Empfehlung der Redaktion

 
Nachsitzen: Volkswagen muss im Zuge der Rückrufaktion in Deutschland rund 2,6 Millionen Diesel-Autos in seinen Werkstätten nachrüsten. Foto: Julian Stratenschulte/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
 

Dieselskandal: Das sollten VW-Kunden zum Rückruf wissen

Im Zuge des Abgasskandals hatte das Kraftfahrt-Bundesamt einen Rückruf für 2,6 Millionen Diesel-Autos des VW-Konzerns angeordnet. Der ist auch für ...  mehr
 
 
 

Sorge um den Iran-Deal

Das iranische Atomkraftwerks Buschehr. Foto: Abedin Taherkenareh/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
US-Präsident Trump wettert kräftigt gegen das Atomabkommen mit dem Iran. Viele befürchten nun, die USA könnte aus dem Deal aussteigen. Wird es soweit kommen?
 Ach Quatsch, Trump redet doch immer viel, wenn der Tag lang ist. Damit würde er nicht durchkommen.
 Besorgt bin ich schon, das wäre eine Katastrophe! Aber ich hoffe einfach, dass Trump nur blufft...
 Leider ja, Trump hasst das Abkommen und wird alles tun, um ihm sobald wie möglich den Rücken zu kehren.
Abstimmen Ergebnis
 
Krabbelnde Tester: Krebse prüfen Wasser in Russland
 

Krabbelnde Tester: Krebse prüfen Wasser in Russland

St. Petersburgs Wasser hat eine schlechte Qualität. Um diese regelmäßig zu überprüfen nutzen Forscher Flusskrebse, die schnell auf Giftstoffe im ...  mehr
 
 
 
 

Topthema - Empfehlung der Redaktion

 
Tanja (2. v. rechts) hatte kein Glück an ihrem Shopping-Tag. © MG RTL D / Constantin Ent.
 

"Shopping Queen": Die Zuschauer sind sauer

"Shopping Queen"-Kandidatin Tanja wurde vom Pech verfolgt: Sie fand einfach kein Outfit! Doch anstatt Mitleid hagelt es nun üble Kritik der ...  mehr
 
 
 
Tag für Tag finden Sie an dieser Stelle einen Rückblick auf Ereignisse, Anekdoten, Geburts- oder Sterbetage, die mit diesem Datum verbunden sind. Foto: dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
 

Kalenderblatt 2017: 22. September

Das aktuelle Kalenderblatt für den 22. September 2017:  mehr