Dienste

 

 

Austritt der USA und Israels erschüttert die Unesco

USA ziehen sich aus Unesco zurück
 
Den angekündigten Austritt der USA und Israels hat die Unesco noch gar nicht verdaut, da wählt die UN-Kulturorganisation eine neue Spitze. Stichwahlen in Paris sollen entscheiden.

Erschüttert von einer Krise wegen des Austritts der USA und Israels besetzt die UN-Kulturorganisation Unesco heute ihren Spitzenposten neu. Im Exekutivrat lag zuletzt der katarische Kandidat Hamad bin Abdulasis al-Kawari mit 22 Stimmen vorne.

Gegen ihn tritt entweder die französische Ex-Ministerin Audrey Azoulay oder die ägyptische Bewerberin Muschira Chattab an. Beide Frauen müssen sich einer Stichwahl stellen. Am 10. November muss die Generalkonferenz dem neuen Unesco-Generaldirektor zustimmen.

Die Unesco ist in schweren Turbulenzen, weil die USA und Israel am Donnerstag überraschend ihren Rückzug angekündigt hatten. Sie werfen der Organisation nach der Aufnahme Palästinas und einer Reihe von Beschlüssen israelfeindliche Tendenzen vor.

Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Heather Nauert, sagte am Donnerstag (Ortszeit), der Austritt aus der Unesco habe mit einem Streit um deren Spitze nichts zu tun. Sie hatte zuvor klargemacht, Washington störe sich an den «anti-israelischen Tendenzen» in der Unesco und an Zahlungsrückständen. Der Austritt soll nach ihren Angaben am 31. Dezember 2018 wirksam werden.

Nauert sagte, die USA wollten, dass die Politik aus der Unesco herausgehalten werde. Mit Blick auf Palästina sei das nicht geschehen, also habe man die Konsequenzen gezogen. Sollte die Unesco eine wirkliche Reform erwägen und sich wieder nur auf Dinge wie die Kultur beschränken, könnten die USA den Austritt neu bewerten.

Wenige Stunden nach den USA kündigte auch der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu den Rückzug seines Landes aus der Unseco an. Er lobte die Entscheidung der US-Regierung.

Die Arbeit der Unesco stand in den vergangenen Jahren immer wieder im Schatten von Streit um den Nahostkonflikt. Nach der Aufnahme Palästinas in die Organisation hatten die USA bereits 2011 ihre Zahlungen an die Unesco gestoppt - dabei wären sie eigentlich der größte Beitragszahler.

Unesco-Generaldirektorin Irina Bokowa bedauerte die Entscheidung Washingtons. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und eine Reihe von Vertretern aus Politik und Gesellschaft in Deutschland äußerten Unverständnis über den Austritt beider Länder.

Die Unesco ist vor allem für die Listen des Weltkulturerbes bekannt.

 
Kinder der Volksgruppe der Rohingya warten in einem Flüchtlingslager in Thaingkhali (Bangladesch) auf Essensrationen. Rund 340 000 minderjährige Rohingya leben laut Unicef nach ihrer Flucht aus Myanmar unter verheerenden Bedingungen im Nachbarland. Foto: Dar Yasin © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

EU stockt bei Geberkonferenz Hilfe für Rohingya auf

Hunderttausende muslimische Rohingya flohen vor Gewalt in ihrer Heimat Myanmar in das benachbarte Bangladesch. Es ist die am schnellsten wachsende Flüchtlingskrise weltweit. Eine UN-Konferenz bittet ...
 
 
 Zur Übersicht AuslandZur Startseite 
 

 
6373956
Austritt der USA und Israels erschüttert die Unesco
Den angekündigten Austritt der USA und Israels hat die Unesco noch gar nicht verdaut, da wählt die UN-Kulturorganisation eine neue Spitze. Stichwahlen in Paris sollen entscheiden.
http://www.arcor.de/content/aktuell/news_politik_ausland/6373956,1,UN-Kulturorganisation--Austritt-der-USA%C2%A0und-Israels-ersch%C3%BCttert-die-Unesco,content.html
http://www.arcor.de/iimages/gimages/7te0Ks7dj93V_uJmB8J8sKc2XHgIIXRtuWGsa_mO+2t6QGKfHHMQZzIJvASS77QnGsbtNuc6bJVjCMpA7+R4Dw==.jpg

Arcor Video-News des Tages

 
 

Topthema - Empfehlung der Redaktion

 
Das Highlight jeder "GNTM"-Staffel: Model-Mutti Heidi Klum enthüllt das "Cosmopolitan"-Cover. © picture alliance / dpa / Photoshot
 

Krasse Veränderung bei "Germany's Next Topmodel"

"Nur eine von euch wird auf dem Cover der deutschen "Cosmopolitan "erscheinen": Heidi Klums Schlachtruf wird in kommenden Staffel von "GNTM" wohl ...  mehr
 
 
 

Brexit zieht sich hin

Die Verhandlungen über den Brexit kommen nur schleppend voran. Foto: Wolfram Kastl © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Im Streit über den Brexit hofft die EU auf einen Durchbruch bis Dezember: Dann könnten Verhandlungen über einen neuen Handels- und Zukunftspakt zwischen der EU und Großbritannien starten. Premierministerin May schlug außerdem eine zweijährige Übergangsphase vor. Gut so - oder sollte die EU mehr Druck machen?
 Nichts da, es ist schon so viel Zeit vergangen, jetzt sollte es endlich mal schnell gehen und ein harter Cut gemacht werden.
 Alle wollen doch eigentlich, dass die Briten dabei bleiben, also warum jetzt plötzlich unnötig Druck machen?
 Es war doch klar, dass sich das hinziehen wird...wie lange der Brexit tatsächlich dauern wird kann eh keiner einschätzen.
Abstimmen Ergebnis
 
Ab aufs Motorrad: Rind sucht Mitfahrgelegenheit
 

Ab aufs Motorrad: Rind sucht Mitfahrgelegenheit

In Indien sind Rinder heilig. Deswegen ist es nicht ungewöhnlich, dass die Tiere dort auch auf Straßen herumspazieren. Doch ein Tier sorgte nun für ...  mehr
 
 
 
 

Topthema - Empfehlung der Redaktion

 
  •  © Warner Music Group Germany
  • "Ave Maria - Lieder für die Seele" ist das neue Album des Mundharmonika-Spezialisten Michael Hirte. © Warner Music Group Germany
 

Der Mann mit der Mundharmonika: Das neue Album von Michael Hirte gewinnen

Schöne Melodien gefühlvoll auf der Mundharmonika interpretiert: Das ist Michael Hirte! Hier gibt's drei Exemplare von Michaels neuem Album "Ave ...  mehr
 
 
 
Tag für Tag finden Sie an dieser Stelle einen Rückblick auf Ereignisse, Anekdoten, Geburts- oder Sterbetage, die mit diesem Datum verbunden sind. Foto: dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
 

Kalenderblatt 2017: 23. Oktober

Das aktuelle Kalenderblatt für den 23. Oktober 2017:  mehr