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Gute Auftragslage bringt Handwerkern Überstunden

In manchen Unternehmen geht es inzwischen nur noch mit Überstunden: Die Handwerker im Land machen derzeit gute Geschäfte. Bei Investitionen halten sich allerdings manche zurück.
Baukräne stehen auf einer Baustelle. Foto: Christophe Gateau/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Baukräne stehen auf einer Baustelle. Foto: Christophe Gateau/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Bei den Handwerkern im Freistaat laufen die Geschäfte weiterhin gut. Vor allem bei Bau- und Ausbaubetrieben sowie im Kfz-Bereich sei Lage derzeit glänzend, sagte der Geschäftsführer des Thüringer Handwerkstages, Thomas Malcherek, am Freitag in Erfurt. Die Auftragsbücher vieler Handwerksunternehmen seien voll.

Im Bau- und Ausbaugewerbe gebe es einen Auslastungsgrad von 100 Prozent, teilweise liege er sogar noch darüber. Manches Unternehmen könne seine Aufträge nur noch bewältigen, indem die Mitarbeiter Überstunden machten, sagte Malcherek. Allerdings bereite es ihm Sorge, dass in vielen Unternehmen trotz der steigenden Gewinne nicht mehr ausreichend in die Zukunft investiert werde.

Das hänge damit zusammen, dass in vielen Handwerksbetrieben kurz- oder mittelfristig ein Nachfolger für den Inhaber gesucht werden müsse, sagte Malcherek. Allein im Bezirk der Handwerkskammer Erfurt sei dies bei rund 4000 von etwa 14 400 Unternehmen der Fall.

Zudem hielten sich Betriebschefs im Alter zwischen Ende 50 und Anfang 60 bei Investitionen zurück, wenn sich im Kreis der Familie oder der Mitarbeiter niemanden finde, der das Unternehmen fortführen möchte.

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hatte bereits im Januar mehr Investitionen im Thüringer Handwerk angemahnt. Für mehr Anreize für Betriebsübernahmen hat das Land dieses Jahr erstmals Geldprämien für die besten Absolventen der Meisterprüfungen eingeführt.

Eine weitere Kehrseite der aktuellen Lage der Handwerker: Weil viele Aufträge nur durch Überstunden erfüllt werden könnten, würden die Beschäftigten in manchen Unternehmen auf Verschleiß gefahren, sagte Malcherek. Das könne nicht endlos so weitergehen.

Insgesamt gilt aber: Wenn es keine großen Schocks von außen gebe, werde die gute Lage bei den Handwerkern des Freistaats noch «auf jeden Fall» bis 2019 anhalten, sagte Malcherek. Der Trend halte bereits seit 2014 an.

Das Handwerk mit rund 32 000 Betrieben ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Thüringen. Mit etwa 150 000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund elf Milliarden Euro ist es einer der größten Arbeitgeber.

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Gute Auftragslage bringt Handwerkern Überstunden
In manchen Unternehmen geht es inzwischen nur noch mit Überstunden: Die Handwerker im Land machen derzeit gute Geschäfte. Bei Investitionen halten sich allerdings manche zurück.
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