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Schnell noch Sommer: Fremdgehen & Nacktbaden

Die Stadt ist leer, jetzt kann man machen, was man will. Zeit für ein paar sommerliche „ist mir doch egal“-Experimente.
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Jetzt mal die wirklich wichtigen Themen auf den Tisch. Gregor Gysi von den Linken hat sich beschwert: Menno, keiner badet mehr nackt! Er hat recht, selbst nachts am See zieht sich keiner mehr aus, um ins Wasser zu springen. Das liegt daran, dass alle sich zu fett fühlen. Und an den blöden Smartphones. Wer will schon nackig fotografiert und an Freundesfreunde verschickt werden? Stattdessen gehen all meine Freunde fremd. Fremdgehen ist das neue treu sein. Also, sich selber treu sein. Wer zu wenig Sex hat - d.h. alle, die länger als ein halbes Jahr in einer festen Beziehung stecken - sollte mal ernsthaft darüber nachdenken: warum genau halten wir die Monogamie immer noch so hoch? Überzeugungs-Sommerlektüre: „Fremdgehen“ von Michèle Binswanger

Dazu passt gut: Puder-Lippenstift. Der gibt den gleichen Schmier-Effekt, wie wenn man früher hingebungsvoll Himbeereis gelutscht hat oder einen roten Lolli. Puder-Lippenstift kann man unmöglich sauber auftragen. Der sieht sofort so ais, als wenn man grad geknutscht hätte. Hat sich als Trend leider nur bei den durchgeknallten Südkoreanerinnen durchgesetzt. Schade, schade, ich finde, das hat was: Man sieht leicht verwahrlost aus und als ob einem alles egal wäre.

Egal sind mir auch Postkarten-Apps. Klar kann man mit Blipcard total kreative Grüße nach Hause schicken. Aber wer will das ernsthaft? Niemand jedenfalls, der schon mal seine Zeit vor einem Postkartenständer vertrödelt und sich versonnen gefragt hat: ‚Nehm ich für Oma lieber den kleinen Seehund auf der Sandbank oder den Fischkutter im Sonnenuntergang?’ Die Urlaubspostkarten-Industrie ist ein hübsch altmodischer, kleiner Wirtschaftszweig – also bitte: engagieren!  

Noch mal egal zum Schluss: Neulich mit Freundinnen beim Italiener. Alle in ärmellosen Tops, mit erschreckend definierten Oberarmen. Ein paar Monate lang täglich Hanteln oder volle Limo-Flaschen schwingen und die Sache ist gewuppt. Ich hab natürlich auch Hanteln. Die liegen im Badezimmer, da komm ich schwer hin, wenn ich auf dem Wohnzimmersofa Serien gucke. Außerdem ist der Madonna-Trend seit etwa 10 Jahren gegessen. Stattdessen angesagt: freundlicher Blick in den Spiegel und ein aufmunterndes: lecker, babe!

© Nele Nielsen
 
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Schnell noch Sommer: Fremdgehen & Nacktbaden
Die Stadt ist leer, jetzt kann man machen, was man will. Zeit für ein paar sommerliche „ist mir doch egal“-Experimente.
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Nele Nielsens "Trends & Tragödien"

 
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Über die Kolumnistin

Das Leben ist verwirrend genug. Nele Nielsen sortiert Trends und den Alltag für Sie.   mehr
 
 

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Wenn der Liebling unter die Haut geht... Foto: Dark Cloud Studios NZ © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Stirbt das geliebte Haustier, ist das ein schrecklicher Verlust. Viele wünschen sich ein besonderes Erinnerungsstück, mit dem sie ihren Liebling für immer bei sich tragen können. In Neuseeland gibt es nun ein Tattoo-Studio, in dem sich Tierliebhaber die Asche ihrer vierbeinigen Freunde stechen lassen können. Eine schöne Idee - oder einfach nur schräg?
 Das ist mal eine wirklich tolle Idee - ein Erinnerungsstück für die Ewigkeit! So lässt sich der Verlust besser verarbeiten.
 Ich finde das einfach nur schräg...ganz zu schweigen von den Risiken. So eine Mischung aus Asche und Tinte kann doch nicht gesund sein...
 Kreativ ist das auf jeden Fall, aber irgendwie wäre mir nicht wohl bei dem Gedanken. Ein Foto tut es doch auch.
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