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Noch nicht mal ignorieren

Essen. Schlafen. Gemütlichkeit. Zur Zeit gibt es jede Menge Hype um total selbstverständliche Sachen.
Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
Foto: Ina Fassbender/dpa-tmn © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bis vor kurzem war das noch total simpel mit der Gemütlichkeit: man hat es sich zuhause möglichst nett gemacht und die Füße hochgelegt. Wenn der Herbst kam, hat man ein Kerzchen angezündet, Tee getrunken und sich unter einer Decke eingemummelt. Aufgepasst, so geht das nicht mehr. Man muss sich schon etwas informieren, damit man alles richtig macht. Richtig gemütlich geht nur mit 1000 Kissen und Kerzenleuchtern, Lampen im Industrial-Style und die Möbel bitte entspannt zusammenwürfeln. Überhaupt muss der Gemütlichkeit halber alles möglichst lässig und zufällig sein und dabei doch aufgeräumt und irgendwie skandinavisch. Man sagt auch nicht mehr ‚gemütlich’ übrigens. Man sagt ‚hyggelig’, das ist dänisch. Puh, aaaanstrengend!

Früher ebenfalls ganz einfach und jetzt eine strapaziöse Geschichte: Frühstücken. Wann genau ist es normal geworden, sich am Morgen einen grünen Trinkbrei reinzuziehen? Der nächste, der in meiner Gegenwart „Smoothie“ oder „Alge“ sagt, kriegt High Five. Mit einem Mixer. Ins Gesicht.

Fast genau so stressig: Kaffee trinken. An jeder Ecke ploppt aktuell ein Café mit eigener Kaffeerösterei auf. Der Kaffee wird von Diplom Kaffee-Sommeliers gemacht und man genießt ihn bitte mit Freude. Herrschaften! Ich möchte meinen Kaffee trinken. Einfach nur trinken.

Wer grad nichts anderes zu tun hat und ganz vorn dabei sein will, eröffnet einen Laden und verkauft irgendwas Nettes. Oder man kauft sich eine gesunde Matratze. Auf die Matratze unbedingt einen Topper ziehen, sonst liegt man nicht bequem. Bin ich die Einzige, die das nervös macht?

Der allerheißeste, neuste Superhype steckt grad noch in der Pipeline. Nennt sich ‚Mal so, mal so’. Geht folgendermaßen: manchmal bleibt man zuhause, guckt ‚The Taste’ und isst Erdnussflips. Man kann auch was anderes gucken und Chips essen, das steht frei. An anderen Abenden geht man mit Freunden raus und nimmt einen Drink. Oder: Manchmal geht’s einem prächtig, manchmal grübelt man vor sich hin. Mal hat man eine Meinung, mal keine. Mal so, mal so. Dazu trägt man bedruckte T-Shirts mit straighten Aussagen: „Ich weiß es doch auch nicht.“ Oder: „Ja, das ist so. Akzeptieren Sie’s einfach.“ 

© Nele Nielsen
 
Foto: Frank Rumpenhorst © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Was Männer so treiben

Männer tun immerzu ganz erstaunliche Dinge. Hepeaten zum Beispiel und sich um schwarze Löcher kümmern.
 
 
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Nele Nielsen: Noch nicht mal ignorieren
Essen. Schlafen. Gemütlichkeit. Zur Zeit gibt es jede Menge Hype um total selbstverständliche Sachen.
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Nele Nielsens "Trends & Tragödien"

 
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Stirbt das geliebte Haustier, ist das ein schrecklicher Verlust. Viele wünschen sich ein besonderes Erinnerungsstück, mit dem sie ihren Liebling für immer bei sich tragen können. In Neuseeland gibt es nun ein Tattoo-Studio, in dem sich Tierliebhaber die Asche ihrer vierbeinigen Freunde stechen lassen können. Eine schöne Idee - oder einfach nur schräg?
 Das ist mal eine wirklich tolle Idee - ein Erinnerungsstück für die Ewigkeit! So lässt sich der Verlust besser verarbeiten.
 Ich finde das einfach nur schräg...ganz zu schweigen von den Risiken. So eine Mischung aus Asche und Tinte kann doch nicht gesund sein...
 Kreativ ist das auf jeden Fall, aber irgendwie wäre mir nicht wohl bei dem Gedanken. Ein Foto tut es doch auch.
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