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Phantom im Fokus VfB-Manager Reschke trifft auf seinen Ex-Club

Jahrelang agierte Michael Reschke im Hintergrund der Fußball-Bundesliga. Beim Duell mit seinem Ex-Club aus Leverkusen steht der Manager des VfB Stuttgart nun im Fokus. Sein Traum war das nie.
  • Stand Michael Reschke bei einer Trainerlaufbahn im Weg: Ex-Leverkusen-Manager Reiner Calmund. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Stand Michael Reschke bei einer Trainerlaufbahn im Weg: Ex-Leverkusen-Manager Reiner Calmund. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
  • Trifft auf seinen Ex-Club Bayer Leverkusen: VfB-Sportvorstand Michael Reschke. Foto: Christoph Schmidt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
    Trifft auf seinen Ex-Club Bayer Leverkusen: VfB-Sportvorstand Michael Reschke. Foto: Christoph Schmidt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH
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Michael Reschke bekam nur selten den Applaus. Es ging ihm auch nie darum, noch vor wenigen Monaten kursierten kaum Fotos von ihm im Internet.

Als Reschke, Sportvorstand des VfB Stuttgart, vor fast 40 Jahren seine Karriere bei Bayer 04 Leverkusen begann, hatte er einen anderen großen Wunsch: Er wollte ein erfolgreicher Trainer in der Fußball-Bundesliga werden, einer, wie sein Freund Christoph Daum es lange Zeit war. «Aber ich habe ihm die Trainerkarriere verwehrt», sagt Reiner Calmund. Ausgerechnet Calmund, Reschkes Entdecker.

Wenn Reschke mit dem VfB am Freitagabend (20.30 Uhr/Eurosport) auf seinen Ex-Club trifft, ist Calmund längst nicht mehr dabei. Ohne den langjährigen Bayer-Manager wäre Reschke aber heute wohl kaum beim VfB. Hätte Calmund ihn damals nicht entdeckt, wäre Reschke 1979 nicht als Jugendtrainer zum Werksclub gewechselt. Die Geschichte lässt sich aber auch anders erzählen: Wäre Calmund nicht gewesen, wäre Reschke heute vielleicht ein begehrter Bundesliga-Trainer.

Calmund aber beförderte ihn nach seiner Zeit als Jugendcoach zunächst zum Chef des Nachwuchsleistungszentrums und formte ihn anschließend zu einem der erfolgreichsten Talentspäher des Landes. «Aber da war er damals zunächst gar nicht erfreut von», berichtet Calmund.

Geschadet hat des dem Ansehen des heute 60 Jahre alten Reschke jedenfalls nicht. Obwohl seine Arbeit in all den Jahren zumindest öffentlich kaum registriert wurde. In Leverkusen und auch danach beim FC Bayern München agierte der Rheinländer im Stillen.

Dass da jemand ist, der ein gutes Auge hat, wurde spätestens mit seinem Wechsel zum Rekordmeister 2014 auch öffentlich registriert. Reschke war das egal, lediglich ein Interview hat er in seiner Zeit als Technischer Direktor des FC Bayern mal gegeben. «Er war immer ein wahnsinnig selbstbewusster, aber auch zurückhaltender Zuarbeiter», erinnert sich Bayers Ex-Coach Daum an seinen früheren Weggefährten.

Dennoch wählte Reschke im Sommer ganz bewusst den Schritt in die Öffentlichkeit. Als Sportvorstand der Schwaben wird er besonders beim Duell mit seinem früheren Club im Fokus stehen. Mithilfe seines riesigen Netzwerks soll Reschke auch dem Aufsteiger das ein oder andere Toptalent bescheren. Das gelänge aber nur, wenn auch die Voraussetzungen stimmen, was im Falle des bisher inkonstanten VfB der Verbleib in der Liga wäre. «Aber der Irrsinn in dieser Saison ist ja, dass du seriös und gut arbeiten kannst und vielleicht trotzdem nur 16. wirst», sagte Reschke.

Eine Niederlage gegen Bayer würde die Stuttgarter schon in die Bredouille bringen. Denn die Schwaben leben in dieser Spielzeit von ihrem Heimvorteil. Erst einen Punkt sammelte die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf auf fremden Plätzen. In der eigenen Arena ist sie dagegen 2017 noch unbesiegt. Aber gerade das sei eine «tolle Herausforderung», sagt Bayer-Coach Heiko Herrlich. «Bisher hat es nur Augsburg geschafft, da was mitzunehmen.»

Die Voraussetzungen für die Werkself könnten schlechter sein. Seit zwölf Partien wartet der VfB mittlerweile auf einen Sieg gegen Bayer. Sollte Herrlichs Mannschaft tatsächlich die Heimserie der Stuttgarter beenden, würde sie zumindest über Nacht auf den vierten Platz vorrücken. Das würde wohl auch Ex-Manager Calmund gefallen, der mittlerweile ein gutes Verhältnis zu Reschke hat: «Ich habe auch das Gefühl, dass er mir nicht mehr ankreidet, dass ich ihm die Trainerkarriere verwehrt habe», sagt der 69-Jährige.

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Spielunterbrechungen, falsche oder fragwürdige Entscheidungen- kaum ist der Videobeweis in der Fußball Bundeslga eingeführt, werden erste Forderungen laut, die neue Technik wieder abzuschaffen. Zu recht?
 Weg damit, mehr Gerechtigkeit bringt das nicht, statt dessen nur mehr Wichtigtuerei der Schiris!
 Unsinn, das hat schon einige strittige Szenen präzise aufgeklärt, insgesamt eine gute Sache!
 Muss man abwarten, die Technik und der Umgang damit sind ja noch ganz neu, also Geduld!.
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