Umweltfreundlicher Arbeitsweg: Wer braucht schon einen Dienstwagen?!

29.04.2021 Mit dem Auto zur Arbeit, das kann dir direkt vor deinem harten Arbeitstag schon die Laune ordentlich vermiesen. Der Gründe dafür sich vielfältig: Staus oder die nervige Suche nach einem direkten Parkplatz können schon ziemlich viel Stress bei Arbeitnehmern bedeuten. Zudem ist der Weg zur Arbeit mit dem Auto nicht gerade umweltfreundlich. Es sei denn, du bist mit einem E-Auto unterwegs. Wenn du stressfrei und nachhaltig bei deinem Job ankommen willst, solltest du dich nach ein paar Alternativen umschauen. Wir haben die wichtigsten Alternativen zum Auto für dich an dieser Stelle zusammengefasst.

Mit der Bahn zur Arbeit: das ist deutlich umweltfreundlicher als das Auto. © unsplash.com / Markus Spiske

Haben das normale Auto und der Dienstwagen bald ausgedient?

Noch vor einigen Jahren galt er wirklich als eine Art Prestige-Objekt: der eigene Firmenwagen. Oft wurde er als Anreiz von Arbeitgebern eingesetzt, um Mitarbeiter zu finden und sie zu binden. Allerdings fragen sich viele heute, ob ein Dienstwagen in einer solchen Form noch immer zeitgemäß ist. Zu hoch ist der Ausstoß von CO2 in unsere Atemluft, zumindest gilt das für Verbrennungsmotoren. Hier werden im Schnitt pro Person pro Kilometer rund 150 Gramm des Treibhausgases abgegeben.

Viele Menschen sind deshalb auf der Suche nach alternativen, umweltschonenderen Fortbewegungsmitteln, um den Klimawandel nicht weiter voranzutreiben. Statt eines Autos mit Verbrennungsmotor könnten schon bald Elektrofahrzeuge verbreitet als Dienstfahrzeuge dienen. Laut einer aktuellen Studie ist der Ausstoß von E-Autos etwa 65 Prozent geringer als von Pkw mit Verbrennungsmotoren.

Viele Wege lassen sich mit dem Rad bewältigen

Dennoch stellt sich häufig die Frage, ob es überhaupt immer ein Auto zur Fortbewegung sein muss. Laut dem Bundesamt für Umwelt könnte man diese Frage eigentlich mit einem deutlichen „Nein“ beantworten. Etwa 40 bis 50 Prozent aller Fahrten mit dem Auto entfallen auf Strecken, die weniger als fünf Kilometer betragen. Solche Entfernungen lassen sich beispielsweise zu Fuß oder mit den Fahrrad zurücklegen.

Häufig ist der Weg zur Arbeit eine solche Strecke. Vor allem Arbeitnehmer, die in der Stadt wohnen und arbeiten, sind mit einem Fahrrad deutlich besser bedient. Nicht nur ersparen sie sich die leidige Suche nach einem Parkplatz, sondern sie sind in der Regel auch noch schneller unterwegs als ein Auto.

Für Unternehmen liegt hier ein enormes Potenzial, denn statt Dienstwagen, könnte es bald Dienstfahrrad heißen. Speziell für diesen Zweck lassen sich Fahrräder, ähnlich wie Autos, sogar leasen. Selbst größere Entfernungen lassen sich auf zwei Rädern umweltschonend zurücklegen, wenn es sich dabei um E-Bikes oder Pedelecs handelt.

Bus und Bahn deutlich umweltfreundlicher

Leider können nicht alle Wege immer zu jeder Zeit mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Manchmal sind die Strecken schlichtweg zu lang oder aber das Wetter will einfach nicht mitspielen. Dann können Bus und Bahn eine ideale Alternative zum eigenen Auto oder zum Firmenwagen darstellen.

Arbeitgeber können beispielsweise mit sogenannten Jobtickets für den örtlichen öffentlichen Nahverkehr Anreize für die Angestellten schaffen. Für den Fernverkehr, wenn etwa längere Geschäftsreisen in großer Entfernung anstehen, können Arbeitgeber für ihre Angestellten eine Bahncard 100 bereitstellen. Die ist zwar nicht ganz günstig, allerding amortisiert sie sich bei Vielreisenden. Der Vorteil: Diese Tickets können dann auch im privaten Bereich bequem genutzt werden.

Multimodale Mobilität

Möglicherweise kannst du dich in Zukunft auf einen komplett neuen Trend gefasst machen. Die Vorlage zur Multimodalen Mobilität bildet ein Modellprojekt aus Nordhessen. Einfach ausgedrückt, werden damit Angebote geschaffen, bei denen verschiedene Mobilitätskonzepte einfach miteinander kombiniert werden können.

Allerdings reicht ein einziges Konzept oft nicht aus, um den Bedarf zu decken. Entsprechende Projekte können Autofahrer ansprechen, für die sich das Anschaffen eines eigenen Pkw nicht rechnet, die aber dennoch mobil sein möchten. Gleichzeitig wird der Verkehr auf den Straßen entlastet.

Carsharing als Konzept der Zukunft

Beim Carsharing wird, wie der Name schon sagt, ein Auto unter mehreren Personen aufgeteilt. Die Konzepte und Anbieter, die es dabei überall in Deutschland gibt sind sich im Grunde alle ziemlich ähnlich. Die verschiedenen Anbieter stellen ihre Fahrzeuge an gewissen Punkten innerhalb eines Stadtgebiets auf. Von dort aus können die Autos sogar relativ spontan via App angemietet und für einen vorher festgelegten Zeitraum genutzt werden.

Solche Carsharing Autos sind in der Lage bis zu 20 private Pkw zu ersetzen. Wenn du nicht viel fährst und du dennoch ab und zu ein Auto brauchst, ist Carsharing eine gute Lösung für dich. Mittlerweile setzen auch viele Firmen bei der Mobilität ihrer Mitarbeiter auf ähnliche Konzepte.

Klassisches Konzept neu aufgelegt: Fahrgemeinschaften

Bei der Fahrgemeinschaft können mehrere Autos auf einen Schlag ersetzt werden. Wenn du und andere Personen den gleichen Weg haben, wie etwa den Weg zur Arbeit, bieten sich Fahrgemeinschaften an. Mittlerweile werden solche Absprachen von vielen Unternehmen aktiv unterstützt. Diverse Mitfahrzentralen bieten dazu Organisationsdienste an, die von den Betrieben zur Planung genutzt werden können.

Fazit

Es muss nicht immer der Dienstwagen oder das eigene Auto sein, um im Beruf mobil sein zu können. Viele Lösungen sind einfach viel besser für die Umwelt und zudem lässt sich gleichzeitig noch bares Geld bei den Lösungen sparen. Wenn es also nicht unbedingt notwendig ist, solltest du, wo es nur geht, auf das Auto verzichten.

© fl

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