Vier Millionen weniger Neuwagen

14.05.2021 Die Autoindustrie leidet unter der Mikrochip-Knappheit. Die Zahl der produzierten Autos dürfte stark sinken.  

Bosch stellt mittlerweile selbst Chips her - für die gesamte Branche reicht das nicht © Bosch

SP-X/München. Der Chipmangel in den Autowerken könnte zu einem starken Produktionsrückgang führen. Die Unternehmensberatung Alix Partners rechnet aufgrund der Halbleiter-Knappheit mit weltweit bis zu 3,9 Millionen weniger produzierten Fahrzeugen. Das entspricht einem Wer von 110 Milliarden US-Dollar. Die Verkaufszahlen dürften allerdings nicht in gleicher Größenordnung einbrechen, weil ein Teil der fehlenden Autos aus Lagerbeständen ausgeglichen wird. Zum Vergleich: Allein die Zahl der gebauten Pkw lag 2020 bei 56 Millionen, in den Vorjahren bei um die 70 Millionen.  

Zahlreiche Autohersteller und Zulieferer leiden seit Monaten unter Nachschubproblemen bei Mikrochips. Die weltweiten Produktionskapazitäten sind begrenzt, der Bedarf steigt hingegen permanent. Auch in konkurrierenden Branchen. Die Autoindustrie leidet besonders, weil man nach Beginn der Corona-Pandemie laufende Bestellungen storniert hatte, die sich nun nicht mehr reaktivieren lassen. Eine Entspannung der Liefer-Lage wird erst für das kommende Jahr erwartet. 

© Spot Press Services GmbH

Weitere News