Große Autos zu kleinen Kosten

11.06.2021 SUV-Fahren muss nicht teuer sein. In allen Klassen gibt es Modelle mit besonders geringen Gesamtkosten. Wir nennen fünf Beispiele.

SP-X/Köln. Ein SUV ist immer teurer als ein klassischer Pkw. Das gilt nicht nur für die Anschaffung, sondern in der Regel auch für den Unterhalt. Besonders günstige Modelle gibt es trotzdem. Wir haben die Kostenzwerge in fünf Klassen herausgesucht.

Basis der Liste ist die Kostendatenbank des ADAC, die alle in Deutschland gängigen Modelle aufführt. Neben dem Anschaffungspreis und dem Wertverlust berücksichtigt sich auch Kosten für Reparaturen, Pflege, Reifen und Kraftstoff. Als Haltungs-Zeitraum werden fünf Jahre angenommen, als jährliche Fahrleistung 15.000 Kilometer.

Kleinstwagenklasse: Mit 412 Euro Gesamtkosten im Monat schlägt der Suzuki Ignis 1.2 Hybrid sämtliche Konkurrenten in den kleinen Klassen. Der nur 3,70 Meter lange Fünfsitzer profitiert vor allem von einer Mischung aus niedrigem Kaufpreis (15.520 Euro) und geringem Benzinverbrauch. Mit verschiebbarer Rückbank und Allradoption bietet er zudem Extras, mit denen die meisten Konkurrenten in den kleinen Klassen nicht aufwarten können.

Kleinwagenklasse: Der Preisvorteil des Seat Arona 1.0 TGI Style resultiert vor allem aus seinem Erdgas-Antrieb, der die monatlichen Betriebskosten auf das Niedrigniveau von 80 Euro drückt. Rechnet man noch die anderen Posten hinzu, schlägt der Ibiza-Abkömmling mit 452 Euro pro Monat zu Buche. Voraussetzung ist aber die regelmäßige Verfügbarkeit des Gases, das es deutschlandweit nur an rund 850 Tankstellen gibt. Ansonsten lohnt die Anschaffung (ab 21.320 Euro) angesichts des Aufpreises für den TGI-Antrieb gegenüber dem normalen Benziner nicht.

Kompaktklasse: Für Sparfüchse führt kein Weg am Dacia Duster TCe 100 ECO-G Deal 2WD mit Autogas-Antrieb vorbei. Mit 389 Euro pro Monat ist er nicht nur in seiner Klasse um über 100 Euro Differenz das günstigste SUV, sondern unterbietet auch alle anderen SUV und sogar die meisten normalen Pkw. Günstige 13.290 Euro kostet die Anschaffung, zwischen 50 und 80 Cent der Liter Kraftstoff. Der Verbrauch fällt nicht viel höher aus als bei einem vergleichbaren Benziner. Auf den optionalen Allradantrieb muss man in diesem Fall verzichten, was für die meisten Kunden kein Problem sein dürfte.

Mittelklasse: Oberhalb der Kompaktklasse dominiert im Kosten-Ranking der E-Antrieb. Mit monatlich 542 Euro liegt der VW ID4 Pure (52 kWh) auf Rang eins, gefolgt vom Konzernbruder Skoda Enyaq 50 iV mit 584 Euro. Der Vorteil des nach Förderung 36.950 Euro teuren VW gegenüber seinem Technik-Zwilling resultiert hier vor allem aus dem geringeren Wertverlust. Vorteil gegenüber den konventionellen Konkurrenten sind die geringeren Betriebs- und Werkstattkosten. Mit dem Ford Mustang Mach-E findet sich zudem ein weiteres Elektro-SUV unter den zehn günstigsten Modellen, obwohl sein Anschaffungspreis mit 46.900 Euro (inklusive Umweltbonus) relativ hoch ist.

Oberklasse: SUV-Spezialist Ssangyong ist bekannt für seine vergleichsweise günstigen Preise. Bei den großen SUV profitiert davon auch der Rexton 2.2 Diesel Crystal 2WD, der ab 34.890 Euro zu haben ist. Die meisten Konkurrenten starten überhaupt erst oberhalb der 40.000er-Marke. Auch bei den Monatskosten liegt der Südkoreaner mit 848 Euro deutlich unterhalb seiner Verfolger. Allerdings hat Ssangyong sein Flaggschiff jüngst geliftet und dabei den Preis auf 43.000 Euro erhöht, was die Gesamtbilanz künftig etwas trüben dürfte. So rückt der robuste Rexton in die Nähe des Zweitplatzierten Toyota Land Cruiser 2.8 D-4D der auf 945 Euro im Monat kommt.

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