Klagen kosten schon mehr als eine Milliarde Euro

17.06.2021 Der Abgas-Skandal hat nicht nur ökologische Kosten. Die Versicherer nennen nun neue Daten zum bisherigen juristischen Preis.  

Die juristischen Kosten für den Diesel-Skandal sind hoch und steigen weiter © VW

SP-X/Berlin. Rund 1,06 Milliarden Euro haben die deutschen Rechtsschutzversicherungen bislang für die juristischen Folgen des 2015 aufgeflogenen Diesel-Skandals ausgegeben. Damit handelt es sich laut dem Branchenverband GDV um das teuerste Schadensereignis der Rechtsschutzversicherung überhaupt. Gezahlt wurde das Geld für Anwälte, Gerichte und Gutachter.

Die Summe wird weiter wachsen. Seit dem vergangenen Oktober sind laut dem Verband rund 60.000 neue Fälle von Autokäufern dazu gekommen, die Gesamtzahl der Betroffenen lag im Mai bei 354.000 Kunden, die wegen mutmaßlich manipulierter Abgaswerte gegen den Hersteller ihres Autos klagen. Der durchschnittliche Streitwert stieg auf 26.000 Euro, auch weil viele teure Dieselmodelle wie etwa Wohnmobile dazu gekommen sind. Addiert liegen die Streitwerte bei 9 Milliarden Euro. 

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