Collage, Fotobearbeitung und Co.: Die aktuellen Fototrends in den sozialen Medien

17.05.2021 Die Verbreitung der Smartphones und die sozialen Medien haben dafür gesorgt, dass sich fast jeder zum Foto-Künstler berufen fühlt. Kein Wunder, denn immerhin hat jeder von uns das Werkzeug dazu in seiner Hosentasche. Viele Smartphones kommen sogar schon fast an die Qualität professioneller Kameras heran. Echte Kenner fotografieren aber dennoch mit einer Spiegelreflexkamera. Egal, welches Gerät genutzt wird, auch in diesem Jahr lassen sich einige Fototrends erkennen, die vor allem in den sozialen Medien die Runde machen. Wir haben die Wichtigsten an dieser Stelle zusammengefasst.

© Unsplash.com / Felix Dubois-Robert

Kräftiges Spiel der Farben durch farbenfrohe Motive oder Fotobearbeitung

Fotografie ohne Farben, das ist fast schon wie Pasta ohne Soße. Natürlich gibt es auch kunstvolle Schwarz-Weiß-Fotografien, die wohl niemals aus der Mode kommen. Dennoch spielen vor allem knallige Farben und Kontraste eine große Rolle bei den Fototrends in diesem Jahr.

Nicht zuletzt wird die Wahl der Farben vom Pantone Institute of Colors beeinflusst. In diesem Jahr sind die Trendfarben übrigens Gelb und Grau. Andere kräftige Farben sind selbstverständlich ebenfalls erlaubt und erwünscht. Hier kann man entweder gleich auf farbenfrohe Motive setzen oder in der späteren Fotobearbeitung mit den Farben spielen und dadurch ein aufregendes Bild schaffen.

Neue Formate ausprobieren und Collagen gestalten

Es gibt viel mehr Formate als nur die klassischen Hoch- oder Querformate. Durch die wachsende Beliebtheit von Instagram hat sich beispielsweise das Quadrat als Standard-Bildformat etabliert. Facebook, WhatsApp und Instagram nutzen zudem den Kreis als Rahmen für Profilbilder.

 
 
 
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Schafft das Foto den Sprung in die echte Welt, sind sogar noch weitere Formen denkbar. Die CusttomShapes von Halloleinwand beispielsweise sind nicht nur in quadratischer Form erhältlich, sondern auch als ausgefallenes Hexagon. Auf diese Weise können die eigenen Lieblingsmotive beispielsweise als Collage in den eigenen vier Wänden in Szene gesetzt werden, oder es lässt sich eine mitwachsende Fotowand gestalten, die immer wieder um neue Motive ergänzt wird.

Social Distancing auf Fotos

Nicht nur die Form der Fotos, sondern auch die Motive folgen bestimmten Trends. Die Corona-Pandemie geht nicht spurlos an der Fotografie vorbei. In dieser Zeit wird ebenfalls fotografiert, allerdings gilt es bei mehreren Personen auf ausreichend Abstand zu achten. Entweder wird klar sichtbar der Abstand eingehalten, Masken aufgesetzt oder mit der Perspektive gespielt, wie etwa hier beim Instagram-Feed der Show Late Night Berlin.

 
 
 
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Cinemagramme hauchen Fotos Leben ein

Kein wirkliches Foto, aber auch noch kein wirkliches Video: Bei Cinemagrammen oder Cinemagraphen handelt es sich um starre Fotos, die mit einigen Akzenten und durch Fotobearbeitung zum Teil mit sich wiederholenden Bewegungen animiert werden. Wenn man beispielsweise eine Brücke mit Fluss ablichtet, kann das Wasser beispielsweise fließen. Ein anderes beliebtes Motiv ist ein Foto von Essen, bei dem der heiße Dampf animiert ist. Wichtig ist, dass die Cinemagramme wie eine Art Endlosschleife sind, bei denen kein Schnitt sichtbar ist.

Bilder vom Leibgericht

 © Unsplash.com / Raphael Nogueira © Unsplash.com / Raphael Nogueira

Ein Foto-Trend, der sich bereits seit Jahren bei Instagram und Co. hält ist das Fotografieren von Essen. Durch die Corona-Pandemie hat die sogenannte Food-Photography wohl noch mehr Aufschwung erhalten, da die Menschen während der Lockdowns deutlich häufiger am Herd standen. Das Ergebnis muss sich natürlich sehen lassen. Vor allem Foto-Neulinge können sich hier Ausprobieren und eine Menge in Sachen Farben, Bildkomposition und Bildbearbeitung dazulernen.

Silhouetten

Diese Fotos sorgen für eine gewisse Dramatik. Die Fotografie von Silhouetten liegt aktuell voll im Trend und ist wohl ebenfalls wegen der Pandemie sehr beliebt. Meist wird eine einzelne Person abgebildet, die im Gegenlicht steht, sodass nur ein dunkler Schatten sichtbar ist. Die Motive werden dabei vor einem Fenster oder einer anderen starken Lichtquelle abgelichtet. Oft wirken die Fotos am Ende sehr düster und atmosphärisch. Hier ist Ausprobieren angesagt.

Ein Auge fürs Detail

 © Unsplash.com / Guillaume de Germain © Unsplash.com / Guillaume de Germain

Ein weiterer Foto-Trend, den man nicht verpassen sollte, ist die Makrofotografie. Dabei wird ganz nah an Objekte rangezoomt, um auf die Details des Motivs einzugehen. Auf diese Weise können beeindruckende Großaufnahmen entstehen. Vor allem bei Food-Fotos oder bei der Naturfotografie lässt sich dieser Trend gut umsetzen.

Authentizität

Gestellte Bilder sind out. Zumindest sollten Fotos heutzutage in den sozialen Medien nicht mehr nur gestellt, sondern natürlich und authentisch aussehen. Das gilt nicht nur für die Wahl des Motivs, sondern auch für die spätere Fotobearbeitung. Die Bilder sollten möglichst natürlich und unbearbeitet wirken. Dabei will man weg von dem inszenierten „Social-Media-Vibe“ von Fotos und mehr zu Momentaufnahmen und dem Sichern von schönen Erinnerungen zurück.

Blick von oben

 
 
 
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Die immer weiter voranschreitende Technik macht es möglich. Mit Hilfe von Drohnen lassen sich Fotos und Videos aus der Vogelperspektive machen. Mittlerweile werden die verbauten Kameras immer kleiner und hochwertiger, was dafür sorgt, dass die Ergebnisse auch immer spektakulärer werden. Grundsätzlich empfiehlt es sich ohnehin beim Fotografieren neue Perspektiven auszuprobieren, selbst wenn nicht aus der Luft geknipst wird.

Filter, Filter, Filter

Gefühlt gibt es jeden Tag auf den einschlägigen Social-Media-Plattformen neue und innovative Filter. Hier kann man leicht den Überblick verlieren. Es kann sich allerdings lohnen auch hier nach Lust und Laune auszuprobieren und kreativ zu werden.

Die Vielfalt macht‘s

Es gibt nicht nur den einen bestimmten Foto-Trend, den man aktuell bei den sozialen Medien bewundern kann, sondern eine Vielzahl. Hier gilt es einfach auszuprobieren und sich die Trends herauszupicken, die einem am besten gefallen, seien es das Spiel mit kräftigen Farben, ein Perspektivwechsel oder das Ausprobieren von Cinemagrammen. Oft lassen sich viele Trends auch einfach miteinander kombinieren. Am Ende kommt es jedoch auf den persönlichen Geschmack an.

© fl

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