CBD-Öl: Wie genau wirkt das Cannabidiol?

22.04.2021 Cannabidiol (CBD) ist ein Wirkstoff der Hanfpflanze. Im Unterschied zum THC löst CBD jedoch keine Rauschzustände aus. Der menschliche Körper verfügt über ein eigenes Endocannabinoid-System, mit dem Cannabinoide für die Gesundheit nutzbar gemacht werden können. Entsprechend lassen sich mit CBD vielfältige Leiden lindern. Hierbei kommt es jedoch auf die richtige Dosierung an. Ein CBD-Tagebuch hilft dabei, die Erfolge des Wirkstoffs festzustellen. Nach wie vor besteht in Bezug auf CBD nämlich ein großer Forschungsbedarf. Dieser Artikel erläutert ausführlich, wie Cannabidiol im Körper funktioniert.

Cannabidiol spielt in der Medizin eine zunehmend wichtige Rolle. © pixabay.de / Erin Stone CCO Public Domain

Was ist CBD eigentlich?

Cannabidiol ist ein Cannabinoid. Der Wirkstoff wird aus der Hanfpflanze gewonnen, hat aber ganz andere Wirkungen als andere Cannabinoide wie THC. CBD wurde bereits in den 1970er Jahren entdeckt, spielt aber erst seit einigen Jahren eine zunehmend wichtige Rolle in der Medizin. Insbesondere CBD-Öl wird nachgesagt, bei unterschiedlichen Krankheitsbildern positive Effekte zu erzielen und hierbei schonend auf den Körper zu wirken.

Das Cannabinoid THC hat eine berauschende Wirkung auf den Menschen und ist aufgrund dessen in Deutschland verboten. CBD wirkt ganz anders im Körper und führt keine Rauschzustände herbei. Deswegen ist verarbeitetes CBD in Deutschland legal zu haben. Vor allem CBD-Öle und Hanftropfen kommen zum Einsatz, um unterschiedliche Symptome zu behandeln.

Die Wirkweise von CBD im Körper

Die wissenschaftliche Forschung befasst sich seit fast vier Jahrzehnten mit der Frage, wie Cannabidiol im menschlichen Organismus wirkt. 1987 konnte erstmals nachgewiesen werden, dass der Körper über ein eigenes Endocannabinoid-System verfügt. Das bedeutet, dass sich an verschiedenen Punkten im Organismus Rezeptoren befinden, die in der Lage sind, CBD zu binden. Die Wirkung von CBD ist von diesen Rezeptoren abhängig.

Da sich die CBD-Rezeptoren an vielen verschiedenen Punkten im Körper befinden, kann CBD an ganz unterschiedlichen Stellen ansetzen und wirken. Unter anderem ist es in der Lage, Einfluss auf das Immunsystem zu nehmen und die Schmerzwahrnehmung zu beeinflussen. Des Weiteren wird berichtet, dass CBD Auswirkungen auf die Stimmungslage hat und beispielsweise bei Ängsten eingesetzt werden kann. All dies funktioniert dadurch, dass CBD das Endocannabinoid-System beeinflusst.

Mit Cannabidiol lassen sich unterschiedliche Leiden lindern

CBD kommt bei der Behandlung vielfältiger Krankheitsbilder zum Einsatz
 © pixabay.de / Julia Teichmann CCO Public DomainCBD kommt bei der Behandlung vielfältiger Krankheitsbilder zum Einsatz © pixabay.de / Julia Teichmann CCO Public Domain

Die Forschung zu CBD ist noch vergleichsweise jung, in der Praxis wurden jedoch schon viele positive Erfahrungen mit dem Wirkstoff beschrieben. So wird CBD nachgesagt, dass es entzündungshemmend wirkt. Entsprechend kann es bei entzündlichen Krankheiten eingesetzt werden und verschafft Linderung. Des Weiteren berichten viele Nutzer davon, dass sich CBD auf ihre Stimmungslage auswirkt. Bei Ängsten, Traurigkeit und Schlafstörungen ist CBD somit in der Lage, für mehr Wohlbefinden und Entspannung zu sorgen.

Heutzutage setzen vielen Menschen, die beruflich oder privat stark eingespannt sind, CBD-Öl ein. Sie haben den Eindruck, dass das Cannabidiol für Entspannung sorgt und ihnen dabei hilft, neue Kräfte zu tanken. Einige Forschungsansätze gehen zudem davon aus, dass CBD bei der Krebstherapie gute Resultate erzielt und auch bei der Behandlung von Tumoren eingesetzt werden kann. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, ob die bereits heute gemachten positiven Erfahrungen mit CBD wissenschaftlich untermauert werden können.

Die passende CBD-Öl Dosierung wählen

Damit CBD im Körper optimal wirken kann, muss es genau dosiert werden. Viele Nutzer setzen auf 3-prozentiges CBD-Öl, um verschiedene Krankheitsbilder in den Griff zu bekommen. Zum Einstieg ist es ratsam, zunächst morgens und abends je drei Tropfen CBD zu sich zu nehmen. Wenn der Organismus den Wirkstoff gut verträgt und sich positive Effekte einstellen, kann die Dosis auf 3x5 Tropfen erhöht werden.

Die Dosierung ist zudem vom Krankheitsbild und den gewünschten Zielen abhängig. Wer beispielsweise Magenkrämpfe oder eine Schlaflosigkeit mit CBD behandeln möchte, kann bereits mit 2-prozentigem CBD-Öl arbeiten. Hier genügt es häufig schon, morgens und abends 3 Tropfen zu sich zu nehmen, um die gewünschten Wirkungen zu erzielen. Bei chronischen Leiden und schweren Schmerzen wird allerdings meist eine höhere Dosierung benötigt, um gewünschte Effekte zu erreichen. Hier bietet sich 10-prozentiges CBD-Öl an, von dem morgens und abends jeweils 4 beziehungsweise 5 Tropfen genommen werden.

Das CBD-Tagebuch

Unterschiedliche Menschen reagieren jeweils anders auf die Einnahme von CBD Öl. In einigen Fällen kommt es vor, dass der Wirkstoff schnell aktiv wird und innerhalb kürzester Zeit zu positiven Effekten führt. Meistens ist es jedoch so, dass sich die gewünschten Auswirkungen auf den Organismus erst im Laufe der Zeit zeigen. Deswegen ist es lohnenswert, ein CBD-Tagebuch anzulegen, um die Wirkweise kontinuierlich nachzuvollziehen und einschätzen zu können.

In einem solchen CBD-Tagebuch sollten unter anderem die Uhrzeit der Einnahme, die Dosierung und die festgestellten Wirkungen festgehalten werden. So sehen Nutzer auf einen Blick, ob die Einnahme von CBD-Öl zu positiven Effekten führt. Eventuelle Komplikationen, die sich aus einer zu hohen oder zu niedrigen Dosierung ergeben, können so ebenfalls festgestellt werden. Auf diese Weise ist es leicht, notwendige Anpassungen vorzunehmen. Je sorgfältiger ein CBD-Tagebuch geführt wird, desto besser lässt sich die Nutzung des Wirkstoffs im Alltag koordinieren.

Der Forschungsstand bei CBD

Bei CBD handelt es sich um einen vergleichsweise jungen Wirkstoff, der von der Forschung erst seit wenigen Jahrzehnten in den Blick genommen wird. Entsprechend gibt es nur eine begrenzte Anzahl an klinischen Studien, die untersucht haben, wie sich CBD-Öl auf den Organismus auswirkt. Diese sprechen aber von einer Vielzahl von Effekten, die dank des Endocannabinoid-Systems des menschlichen Körpers ausgelöst werden können.

Dass CBD positiv auf den Menschen wirkt und bei der Linderung von Schmerzen oder der Behandlung von Krankheiten hilft, ist daher vor allem auf Praxiserfahrungen von Anwendern zurückzuführen. Es sind noch weitere Studien und Untersuchungen nötig, um endgültig klären zu können, auf welche Weise CBD im Körper wirkt und welche Krankheiten sich hierdurch effizient und wissenschaftlich nachweisbar behandeln lassen.

Fazit

CBD hat Einfluss auf den menschlichen Körper, da dieser über ein eigenes Endocannabinoid-System verfügt. Die Auswirkungen sind vielfältig und können für die Behandlung ganz unterschiedliche Krankheitsbilder genutzt werden. Insbesondere CBD-Öl hat – die richtige Dosierung vorausgesetzt – positive Effekte auf den Organismus und führt in vielen Fällen zu mehr Wohlbefinden und einer erhöhten Lebensqualität. Die wissenschaftlichen Untersuchungen zum CBD sind vielversprechend, sodass der Wirkstoff in Zukunft bei der Behandlung vielfältiger Krankheiten und Leiden zum Einsatz kommen dürfte.

© P.A.

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