E-Commerce – 5 Shop-Lösungen mit einem klaren Gewinner

13.08.2019 Die heutige Zeit und auch die Zukunft sind digital. Dies gilt ganz besonders auch für den Handel. Oftmals entscheidet aber nicht nur die Qualität der Produkte über den Erfolg, sondern auch die passende und userfreundliche Technik des verwendeten Webshops. Diese gibt es zwar nicht wie Sand am Meer, aber die Auswahl ist dennoch so groß, dass sich ein genauer Blick auf die jeweiligen Vor- und Nachteile für einen angehenden Shopbetreiber langfristig mehr als lohnen kann. Hier finden Sie nun eine Liste jener E-Commerce-Systeme, die von anfänglichen Kinderkrankheiten befreit wurden und heute in Deutschland überwiegend genutzt werden. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, bildet aber basierend auf den Nutzerzahlen die beliebtesten E-Commerce-Lösungen hierzulande ab.

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WooCommerce – E-Commerce für WordPress

Jeder, der sich damit beschäftigt, sich eine eigene (Shop-)Website zuzulegen, wird unausweichlich auf das beliebte CMS WordPress stoßen. Damit lässt sich eine Vielzahl an verschiedenen Interessen in passende Backend- und Frontend-Lösungen gießen. Einfach über das Dashboard zu installieren und zu bedienen ist die WordPress-E-Commerce-Lösung WooCommerce. Das System ist zwar in seiner funktionsfähigen Grundausstattung kostenlos, zur Personalisierung oder auch für andere sinnvolle Erweiterungen muss allerdings gezahlt werden. Dieses Geld ist aber in den meisten Fällen gut investiert, da die Shop-Lösung so individuell perfektioniert werden kann.

Die Vorteile von WooCommerce liegen darin, dass durch die einfache Benutzeroberfläche das System auch von Gründern oder technisch nicht versierten Anfängern leicht umgesetzt werden kann, die Konfiguration durch viele einfache Plug-Ins vonseiten WordPress´ leicht fällt und, dass durch die Verwendung von PayPal eine sichere Zahlungsmethode integriert ist.

Nachteile ergeben sich bei WooCommerce dadurch, dass andere Zahlungsmethoden außer PayPal schwer zu integrieren sind, dass durch die Verbreitung ein individueller Support durch den Betreiber oftmals nicht gewährleistet werden kann und natürlich, dass WooCommerce nur bei WordPress funktioniert.

Shopware – einfache Backend-Bedienung

Eines der beliebtesten E-Commerce-Systeme in Deutschland stellt Shopware dar. Speziell digitale und analoge KMUs im Handel greifen immer wieder auf dieses System zurück. Shopware ist grundlegend nicht auf einen Templateanbieter (z. B. WordPress) beschränkt. Das Ausgestalten des Shops und aller Produktansichten auf der Grundlage von responsiven Designs ist obligatorisch. Das bedeutet, dass die im Frontend sichtbaren Daten optimal auf allen digitalen Ausgabegeräten wie Smartphones, Tablets oder Laptops dargestellt (skaliert) werden.

Die Bedienbarkeit des Backends, also des Teils des Systems, dass vom Shopbetreiber mit Informationen zu Produkten ausgestattet wird, ist sehr gut organisiert und verspricht auch Neulingen einen leichten Einstieg in die Materie.

Auch ein durch detaillierte Auswertungen bestechendes Analyse-Tool stellt einen Vorteil von Shopware dar. Nachteile sind hingegen, dass man diese E-Commerce-Lösung zum einen fast ausschließlich im deutschsprachigen Raum findet und zum anderen, dass viele wichtige Software-Funktionen hinter einer Pay-Wall verborgen sind – Nutzung also nur gegen Gebühr.

1&1 IONOS MyWebsite Shop – Qualität hat immer einen Preis

Nichts Kostenloses erwartet den Shopbetreiber bei der E-Commerce-Lösung von 1&1 IONOS – dem MyWebsite Shop. Das muss allerdings nicht zwingend ein Nachteil sein. Für jede Qualitätsarbeit darf auch ein Preis verlangt werden.

Gestaffelt in drei kostenpflichtigen Abos kann man als Shopbetreiber selbst auswählen, welche Leistungen die gekaufte E-Commerce-Lösung erbringen soll. Als Hoster legt 1&1 in jedes Abo-Paket auch eine frei wählbare Domain samt Zertifikaten und den obligatorischen E-Mail-Konten. Der Support vonseiten des Betreibers wird im Vergleich zu anderen Shopangeboten (z. B. WordPress) von vielen Nutzern als besser beschrieben.

Auch der 1&1 IONOS MyWebsite Shop hat Vor- und Nachteile. Ein klarer Pluspunkt ist die App, welche dem Eigentümer des Shops eine Verwaltung auch auf mobilem Weg ermöglicht. Zwei Nachteile sollen hier aber nicht unerwähnt bleiben. Zum einen bietet das Basis-Abo nur sehr wenige Funktionen an. Zum anderen kann man nur im teuren Expert-Paket Features für B2B nutzen.

Shopify – Erleichterung durch übersichtliches Backend

Wer sich von den Templates her nicht auf ein bestimmtes einschränken möchte, dem sei die E-Commerce-Lösung Shopify ans Herz gelegt. Zwar stellt der Betreiber des Systems dieses in keiner Variante kostenlos zur Verfügung, dafür ist die Vollvariante auch nicht sehr teuer.

Speziell für jene, die den Shop im Backend betreiben, ist dieser Bereich sehr übersichtlich gestaltet, und sogar bisherige Laien finden sich nach einer kurzen Einweisung rasch und einfach darin zurecht. Somit ist es leicht, die eigenen Produkte und/oder Dienstleistungen in das Shop-System einzupflegen.

Trotz den erwähnten Vorteilen und weiteren wie der Unterstützung beinahe aller etablierten Zahlungsmethoden und der Möglichkeit, durch Apps vieles zu individualisieren, trägt Shopify auch Nachteile in sich. Bei jeder Transaktion fallen Gebühren an. Vor allem für Shopbetreiber, die ihre Kunden auch außerhalb des deutschen Sprachraums sehen, ist Shopify wegen der Probleme bei der Mehrsprachigkeit nicht zu empfehlen.

Magento – die Nummer 1 der E-Commerce-Lösungen

Klar die Nummer 1 bei den beliebtesten und technisch fortgeschrittenen E-Commerce-Lösungen ist das System von Magento. Einer der größten Vorteile für angehende und umsteigewillige Shopbetreiber ist, dass Magento eine quelloffene E-Commerce-Lösung ist. Es gibt nicht nur die bekannte und sehr beliebte Open-Source-Version (kostenlos), mit der Enterprise-Edition liegt auch eine Qualitäts-Lösung für E-Commerce vor. Durch die Zusammenarbeit mit Adobe können Anwender auf eine Vielzahl von Marketing-, Analyse- und Content-Tools zugreifen. Speziell für die Administratoren des Shops bieten sich reichlich Vorteile. Dazu zählen der RSS-Feed, über welchen direkte Bestellungen durchgeführt werden könne, suchmaschinen-optimierte URLs, eine aus dem System heraus automatisch generierte Google-Sitemap sowie beispielsweise auch die Integration der heute unverzichtbaren sozialen Medien.

Wer über die Grenzen Deutschlands hinaus online verkaufen will, kann mit Magento einen mehrsprachigen Onlineshop mit einer umfangreichen Auswahl an Erweiterungen, Templates und Unterstützern betreiben. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass aufgrund der Komplexität und Leistungsstärke von Magento der Aufwand zur Einarbeitung nicht unterschätzt werden darf.

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