Sascha Klupp: Was erwarten wir in 2020 auf dem deutschen Immobilienmarkt

30.01.2020 Nicht nur Experten wie Sascha Klupp beschäftigen sich mit dem anhaltenden Immobilienboom in Deutschland und fragen sich wie lange dieser Aufwärtstrend bestehen bleibt. Doch dies kann niemand realistisch vorhersagen. Käufer einer Immobilie, die in gut gemanagten Objekten investieren, müssen sich nicht vor finanziellen Einbußen fürchten. Immobilienkäufer, die sich an einige Grundregeln halten, können sich in 2020 und darüber hinaus über Wertsteigerungen ihrer Immobilie freuen.

© Sascha Klupp

Die Immobilienpreise steigen weiter

Wer kennt diese Situation nicht. Sie suchen ein Einfamilienhaus oder eine Eigentumswohnung zur Selbstnutzung oder Kapitalanlage. Sie schauen sich auf Internetportale für Immobilien um und finden ein interessantes Objekt. Sie nehmen Kontakt mit den Verkäufern oder anbietenden Maklern auf und bekommen die Nachricht, dass die Immobilie reserviert ist. Das ist kein Einzelfall. Gute Immobilien in vernünftigen Lagen zu finden, ist heute sehr schwer. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass der Immobilienmarkt boomt. Auch in 2019 haben Immobilienkäufer wieder tiefer in die Tasche greifen müssen. Laut dem Statistischen Bundesamt stiegen in 2019 die Preise für Wohnimmobilien um 4,9 %. Der Ansturm auf Immobilien war in Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt/M, Stuttgart und Düsseldorf besonders groß. Im Ein- und Zweifamilienhausbereich lag der Anstieg bei 7,5 %. Berlin ist unangefochten Spitzenreiter dieser Entwicklung. Der Berliner Immobilienentwickler, Sascha Klupp, empfiehlt vor einer Investition, weitsichtige Konzeptstrategien zu entwickeln. Bevor eine Immobilie erworben wird, schaut sich Klupp Perspektiven eines möglichen Immobilieninvestments an. Dazu gehören Stadtentwicklungspläne, bestehende oder zukünftig geplante Infrastrukturen, wie Schulen, Kitas, Einkaufsmöglichkeiten, Bus- und Bahnverbindungen. Das alles hat große Auswirkungen auf eine positive Preisentwicklung. 

Gründe für den Immobilienboom

Es ist wieder in, in der Stadt zu wohnen. Der ungebrochene Zuzug in die Stadt hält an. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) stuft die große Nachfrage von Kaufinteressenten und Investoren nach Immobilien in den Städten also besonders hoch ein. Bis 2030 wird die Anzahl deutscher Haushalte um knapp 6 % steigen. Das belegt eine Studie der Universität Freiburg. Hierbei wurde die langfristige Entwicklung der Immobilienmärkte untersucht. Die Begründung ist simple. Der Anstieg hängt mit der Zunahme von Singlehaushalten und dem größeren Wohnflächenbedarf pro Person zusammen. Zudem fördert das niedrige Zinsniveau den Wunsch nach Wohneigentum. 

Das niedrige Zinsniveau stützt den Immobilienboom in 2020

Das Baugeld ist günstig wie nie. Die Aussicht, dass Zinsen kurzfristig steigen, ist sehr gering. Die Europäische Zentralbank setzt weiterhin auf eine lockere Geldpolitik. In 2020 wird sich dieser Zustand nicht ändern. Die Beleihungs- und Bonitätsanforderungen an die Vergabe von Hypothekendarlehen sind auf europäischer Ebene verschärft worden, dennoch ist es nach wie vor möglich, ein Hypothekendarlehen zu erhalten, sofern die Einkommens- und Beleihungskriterien der Banken erfüllt werden. Demnach bleibt Baugeld weiterhin günstig und das ist die Chance für kaufwillige Immobilieninteressenten.

Keine Angst vor einer Immobilienblase

Der Begriff Immobilienblase löst bei vielen Immobilieneigentümern Existenzängste aus. Warum eigentlich? In den Jahren vor 2005 wurden viele Immobilien ohne Eigenkapital erworben. Die Banken finanzierten den Immobilienkaufpreis und zusätzlich die Erwerbsnebenkosten. Nicht selten wurden Finanzierungen bei finanzschwachen Käufern durch gewunken. Diese Marktentwicklung löste einen Bauboom aus. Bei steigenden Zinsen konnten später viele Hauseigentümer ihre monatlichen Hypothekenraten nicht mehr bezahlen. Die Zahl der Zwangsvollstreckungen in Not geratener Hypothekendarlehen lag Ende 2006 auf dem höchsten Stand seit 40 Jahren. Dieser Umstand war nicht auf zu hohe Immobilienpreise zurückzuführen, sondern darauf, dass sich fast jeder eine Immobilie leisten wollte. Die Kreditvergabepraxis hat ihren Teil dazu beigetragen. Wer eine Gebrauchtimmobilie mit einer guten Bausubstanz zu einem angemessenen Kaufpreis erworbenen und seriös finanziert hat, muss sich keine Sorgen machen. Der Immobilienexperte, Sascha Klupp, Vorstand des renommierten Immobilienunternehmens Inter Stadt- u. Wohnungsbau Real Estate AG, prognostiziert, dass in Ballungsräumen und auch auf dem Land nicht mit einer neuen Immobilienblase zu rechnen ist. 

Positive Konjunktur 2020

Die konjunkturellen Aussichten sind weiterhin sehr gut. Es zeichnet sich in Deutschland eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,9 % ab. Mit einem Konjunktureinbruch, der sich auf den deutschen Immobilienmarkt bezieht, ist nicht zu rechnen. Die Bauindustrie und die Immobilienwirtschaft rechnen auch in 2020 mit einer positiven Entwicklung.

Immobilienkauf 2020

Wenn Sie eine Immobilie erwerben möchte, sollten Sie sich nicht von den aktuellen Preisen abschrecken lassen. Nehmen wir zum Beispiel den Immobilienmarkt in Berlin. Berlin unterteilt sich in 12 Bezirken und 96 Stadtteilen. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charakter und dieser erklärt auch die Preisunterschiede in den unterschiedlichen Bezirken. Berlin ist ein Magnet. Eine wachsende Metropole. In allen Bezirken steigen die Immobilienpreise überproportional. Entscheidend bei einem Investment ist es, sich von Experten aus der Region beraten zu lassen. Ein Experte, wie Sascha Krupp, der die Vorzüge und auch Unterschiede einzelner Stadtteile kennt. Eine fachlich gute und ortskundige Beratung sichert Ihnen eine langfristige Wertsteigerung Ihrer Immobilie. Das Beispiel "Berlin" ist sicherlich nicht 1:1 auf alle anderen Städte übertragbar, dennoch sind die Grundregeln für eine Immobilieninvestition gleich.

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