Wissenswerte Informationen rund ums Thema Akne

26.05.2021 Akne- die Haut als Feindbild
Akne betrifft nicht nur sehr viele Jugendliche in der Pubertät, sondern auch zahlreiche Erwachsene. Wahrscheinlich hatte jeder schon einmal einen Pickel oder erweiterte Poren. Die Akne kann in unterschiedlichen Stärken und Schwächen auftreten und gilt als die verbreitetste Hauterkrankung weltweit. Pusteln, Pickel, Rötungen, Mitesser, die im Gesicht, Hals, am Dekolletee oder am Rücken auftreten können, sind keine Seltenheit und stellen gerade für junge Menschen eine sehr große seelische Belastung da, vor allem wenn andere Klassenkameraden scheinbar "strahlende" und makellose Haut besitzen. Die Behandlungsmethoden unterscheiden sich, je nach Schweregrad der Aknebehandlung, beginnend von Waschlotionen aus der Drogerie, bis hin zur Behandlung mittels Medikamenten beim Hautarzt.

Wie genau entsteht die Akne eigentlich?

Akne hat nichts mit mangelnder Reinlichkeit zu tun, dieser Satz muss gesagt werden, da viele Menschen, die auf Leute mit Hautproblemen bzw. Akne treffen, unbewusst dieses leider annehmen. Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass die Pickel entstehen, weil sich nicht gründlich genug gewaschen wird. Dabei sind die Auslöser für eine Akne vielfältig: gerade bei Jugendlichen tritt die Akne in der Pubertät auf, wenn die Hormone gewissermaßen verrückt spielen. Schuld sind hier vor allem die männlichen Hormone, daher sind besonders Jungen von Akne in der Pubertät betroffen. Diese Akne, die mit am häufigsten auftritt, wird von Medizinern auch als "Akne vulgaris" bezeichnet. Sie wird ihrerseits, je nach Schwere, in drei Stadien eingeteilt, je nachdem ob nur das Gesicht, oder auch der Körper/Rücken mitbetroffen ist. Zudem können nicht nur Pickel entstehen, sondern dicke Pusteln, die zusätzlich eine Belastung darstellen. Weitere Auslöser für eine Akne können erblich bedingt sein, aber auch psychische Faktoren wie Stress und seelische Belastungen. Manchmal können auch Medikamente mit bestimmten Inhaltsstoffen zu einer unreinen Haut führen wie etwa Schlaf- oder Beruhigungsmittel, Antibiotika, Vitamine B2, B6 und B12 oder auch Medikamente zur Krebsbehandlung. Häufig wird gesagt, dass die Ernährung ebenfalls eine Rolle spiele, wissenschaftlich konnte dies aber noch nicht nachgewiesen werden.

Behandlungsansätze der Akne

Wie wird die Akne behandelt? Hier kommt es sicherlich auf die Ausprägung bzw. Schwere der Akne an. Außerdem muss abgeklärt werden, ob der Patient eine empfindliche Haut hat oder auf bestimmte Stoffe besonders reagiert. Handelt es sich tatsächlich um eine leichte Form der Akne, sollte man zunächst selbst versuchen, diese zu behandeln. Hier sollte man sich in der Drogerie oder Apotheke eine antiseptische Wasch- und Pflegeserie zusammenstellen lassen und mit dieser die Haut behandeln. Auch kann ein regelmäßiger Besuch bei der Kosmetikerin helfen, da sie die Poren sanft mit Wasserdampf öffnet, um sie dann zu reinigen. Zudem kann sie beratend zur Seite stehen und ebenfalls eine Pflegeserie empfehlen, die auf die Haut des Patienten zugeschnitten ist. Allerdings ist diese Behandlung bei wirklich schweren Fällen unzureichend. Hier sollte der Hautarzt aufgesucht werden, auch wenn das Problem schon länger besteht oder man unter den Folgen leidet. Häufig verschreibt er Cremes und Salben, die die Bakterienanzahl auf der Haut vermindern sollen. Zudem können hauterneuernde Peelings eingesetzt werden, diese schälen die oberste Hautschicht ab und schützt vor Verhornungsstörungen. Die Haut wirkt erfrischt und jünger, die Mitesser werden weniger. Sind die äußeren Behandlungen unzureichend, kann vom Arzt auch eine innere Aknebehandlung eingesetzt werden. Bei diesen Medikamenten muss sich der Patient in Geduld üben, da Ergebnisse frühestens nach 6 bis 8 Wochen sichtbar werden. Hier werden oft Antibiotika verschrieben, die aber nicht zu lange eingenommen werden dürfen. Alternativ bieten sich noch Vitamin-A-Säure-Derivate, allerdings helfen sie nicht, wenn es sich bei der Akne um bakterielle Auslöser handelt. Bei Frauen ist zudem die Anti-Baby-Pille eine Option, um den Hormonhaushalt auszugleichen. Wichtig ist, dass die Patienten bei der Behandlung, egal um welche Form es sich handelt, die nötige Geduld mitbringen und keine Wunder von heute auf morgen erwarten.

© ek

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