Trautner hofft auf Kita-Öffnungen: Test-Konzept für Personal

05.02.2021 Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) hofft auf eine schnellstmögliche Öffnung der Kitas in Bayern - begleitet von regelmäßigen Testangeboten für das Personal. Ob dies zum 15. Februar erfolgen könne, sagte sie am Freitag aber noch nicht - das sei von der weiteren Entwicklung der Corona-Zahlen abhängig.

Carolina Trautner (CSU), Arbeitsministerin von Bayern, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Ich hoffe, dass das Infektionsgeschehen sich weiter stabilisiert», sagte Trautner. Die Zahlen insgesamt gingen zwar nach unten - doch es gebe noch «beunruhigende Hotspots» und zudem das mutierte Virus.

Sobald aber Öffnungen möglich seien, müsse die Kinderbetreuung neben den Schulen oberste Priorität haben. Kinder und Familien müssten als allererstes von Lockerungen profitieren. Gleichzeitig müssten aber auch die Erzieherinnen und Erzieher bestmöglich geschützt werden.

Dafür arbeitet Trautner derzeit mit ihren zuständigen Minister-Kollegen an einem Testkonzept auch für Kitas - man befinde sich hier in der finalen Abstimmung. «Das Testen ist jetzt der Schlüssel für eine sichere Kinderbetreuung», sagte sie.

Endgültige Details nannte Trautner noch nicht. Sie sprach aber von möglicherweise zwei Testungen pro Woche fürs Personal als Angebot - wobei das Personal dieses Angebot sicher gern in Anspruch nehmen würde, erklärte sie. Und sobald dies möglich sei und derartige Verfahren zugelassen seien, schweben Trautner Corona-Schnelltests vor, die die Beschäftigten dann ganz einfach selber anwenden können.

Sollten Kita-Öffnungen möglich sein, dürfte es nach Worten Trautners zunächst einen eingeschränkte Regelbetrieb geben - also etwa in festen Gruppen und ohne offene, gruppenübergreifende Angebote. Zudem werde man dann wohl fürs Erste noch einen Appell an die Eltern richten, ihr Kinder nicht um jeden Preis in die Kita zu bringen.

Insgesamt nahm die Zahl der Kita-Kinder, die in der Notbetreuung sind, nach Worten Trautners zuletzt etwas zu: von bayernweit im Schnitt 25 Prozent im Januar zuletzt auf einen Wert von etwas über 30 Prozent. In manchen Regionen und Städten sind es auch schon deutlich mehr, in manchen ländlichen Regionen seien die Zahlen niedriger.

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