1860 München mit Rekordsieg: Ingolstadt auf Kurs

14.03.2021 «Vorm Spiel waren wir noch die Deppen», sagt Sascha Mölders. Gegen Halle feiert der Torjäger mit 1860 den höchsten Auswärtssieg in der 3. Liga. Ein anderer Torjäger hält Ingolstadt auf Zweitligakurs.

1860-Kapitän Sascha Mölders. Foto: Andreas Gebert/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der FC Ingolstadt hält Kurs auf die 2. Liga - und auch die Münchner «Löwen» dürfen nach ihrem höchsten Auswärtssieg in der 3. Fußball-Liga wieder nach oben schielen. Womöglich war das 4:0 (3:0) beim Halleschen FC am Samstag der Auftakt für einen ganz starken Endspurt, der die Sechziger zumindest noch auf Platz drei und zwei Relegationsspiele um den Aufstieg führen könnte. Der Rückstand auf Platz drei, den Hansa Rostock einnimmt, beträgt sieben Punkte. Und die Rostocker müssen am Montag bei Türkgücü München bestehen.

«Vorm Spiel waren wir noch die Deppen und können nichts anmelden», sagte 1860-Kapitän Sascha Mölders zum Aufstiegsrennen. Der Torjäger blickte nach dem so wichtigen Erfolg nach vorne. «Wir haben die letzten Spiele nicht gut gespielt, das war das Entscheidende. Heute haben wir gut gespielt und gewonnen. Jetzt spielen wir am Mittwoch in Lübeck. Das wird schwer. Dort wollen wir drei Punkte», sagte Mölders.

In Halle waren die «Löwen» von Anfang an bissig. Nach 42 Sekunden traf Winterzugang Keanu Staude. Merveille Biankadi, Dennis Dressel und Mölders mit seinem 16. Saisontor legten nach. Phillipp Steinhart verschoss vor der Pause noch einen Elfmeter. «Es ist im Fußball manchmal so, dass es ein paar Spiele nicht so läuft», bemerkte 1860-Sportchef Günther Gorenzel zum jüngsten Auf und Ab. Gegen Halle hätte die Mannschaft «die Dinge konsequent umgesetzt», lobte er.

Bestens im Aufstiegsrennen liegen die Ingolstädter. Das 2:1 beim SV Wehen Wiesbaden am Samstag war zwar eng, aber verdient und vor allem wichtig. Den frühen 0:1-Rückstand wendete Stefan Kutschke noch vor der Pause mit einem Doppelpack. Das Siegtor erzielte er dabei vom Elfmeterpunkt. Es war ein hitziges Duell, bei dem die Gastgeber am Ende nur noch neun Mann auf dem Platz hatten. Kuhn sah wegen einer Notbremse die Rote Karte (60. Minute), Kempe erhielt Gelb-Rot (82.).

Der FCI kletterte auf Platz zwei und rückte bis auf zwei Punkte an Spitzenreiter Dynamo Dresden heran, der sich im eigenen Stadion mit einem 1:1 gegen den 1. FC Saarbrücken begnügen musste. Die Schanzer wollen möglichst nicht wieder Dritter werden, sondern direkt hoch in die 2. Liga, aus der sie 2019 in der Relegation gegen Wehen Wiesbaden abgestiegen waren. Letztes Jahr gab es dann als Drittliga-Dritter das unvergessliche Relegationsdrama gegen den 1. FC Nürnberg.

«Wir haben das nullkommanull im Kopf», sagte FCI-Trainer Tomas Oral zu einem möglichen Relegations-Hattrick in dieser Spielzeit. «Wenn wir genug Spiele gewinnen, brauchen wir solche Gedankenspiele nicht zu haben», betonte Oral.

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