BLM: In Bayern liegt in der Corona-Krise das Radio vorn

30.03.2021 Das Radio hatte für die Menschen in Bayern im vergangenen Jahr unter dem Eindruck der Corona-Pandemie offenbar eine besondere Bedeutung. 58,5 Prozent der Bewohner ab 14 Jahren hätten sich 2020 auf diesem Wege informiert, teilte am Dienstag die Bayerische Landeszentrale für Neue Medien (BLM) am Dienstag in München mit. Sie beruft sich dabei auf eine Studie zur Gewichtung einzelner Medien. Das Radio liegt allerdings nur knapp vorn - dicht gefolgt vom Fernsehen (57,5 Prozent) und vom Internet (55,7 Prozent).

Ein digitaler Radioempfänger steht in einem Büro. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Insgesamt hatten die Menschen in Bayern vergangenes Jahr offenbar ein besonders großes Informationsbedürfnis. Laut Studie informierten sich 95 Prozent täglich über das nationale und lokale Zeitgeschehen - 2019 waren es knapp 91 Prozent.

Seltener klicken die Menschen der Untersuchung zufolge allerdings etablierte Medien direkt an. Der Weg zur Information führe immer häufiger über Suchmaschinen und soziale Netzwerke. Medien wie Youtube oder Instagram bestimmten also maßgeblich, welche Informationen wahrgenommen würden, schreibt die BLM. BLM-Präsident Siegfried Schneider verwies deshalb auf die Notwendigkeit klarer Regeln, um eine freie Meinungsbildung im Internet zu sichern.

Bundesweit erbrachte die Studie übrigens eine andere Gewichtung, als in Bayern. Hier lag das Fernsehen als Informationsquelle an der Spitze mit 59,4 Prozent. Erst danach folgten das Internet (54 Prozent) und das Radio (51,8 Prozent)

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