«Teamplayer» Rebbe startet: Abschied von Margreitter

02.04.2021 Der «Club» will sich gegen den SC Paderborn Luft im Abstiegskampf verschaffen. Im Hintergrund hat ein neuer Funktionär seinen Job aufgenommen - und muss die Zukunft mitplanen.

Nürnbergs Georg Margreitter beim offiziellen Fototermin für die Saison 2020/2021. Foto: Nicolas Armer/dpa/archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Robert Klauß hat sich schon rege mit dem neuen Sportdirektor Olaf Rebbe ausgetauscht. «Wir reden viel», sagte der Trainer des 1. FC Nürnberg über den Neuen aus der Führungsetage des Fußball-Zweitligisten. «Er ist ein Teamplayer, so wie Dieter und ich das auch sind. Wir wollen alles zusammen im Team lösen. Wir haben viel gute Ideen, die wir umsetzen wollen.»

Dieter, das ist Dieter Hecking, Sportvorstand bei den Franken. Hecking kennt Rebbe noch aus seiner Zeit, als er beim VfL Wolfsburg selber Trainer war. Klauß, Hecking und Rebbe, der aus Griechenland von PAOK Thessaloniki kommt, müssen dem abstiegsbedrohten «Club» personell ein neues Gesicht geben.

Pünktlich zum Dienstantritt Rebbes am 1. April verkündeten die Nürnberger den Abschied einer Figur, die über viele Jahre für die Identität des Vereins stand: Georg Margreitter.

«Ich habe in meinen sechs Jahren fast nichts ausgelassen. Es war eine extreme Amplitude in beide Richtungen. Wir haben alle Höhen und Tiefen zusammen durchgemacht», sagte der 32-Jährige über die Wegmarken Relegation, Aufstieg und Abstieg. «Ich habe an Emotionen in dieser Zeit fast nichts ausgelassen.»

Margreitter war in der Vergangenheit immer wieder von Verletzungen ausgebremst worden, was seine Einsatzzeiten deutlich beschnitt. «Er ist ein sehr zuverlässiger, klarer Innenverteidiger mit einer unglaublichen Kopfballstärke», erwähnte Klauß vor dem Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen Bundesligaabsteiger SC Paderborn die Vorzüge vom «Vollprofi» aus Österreich. «Ich hoffe, dass uns der Georg in dieser Saison noch richtig gut helfen kann, so wie er es auch in der Vergangenheit gezeigt hat.»

Klauß verwies aber darauf, dass man personell «etwas Neues» machen, «neue Spieler» haben wolle. Zu diesem Facelifting, das den FCN wieder näher Richtung erste und nicht dritte Liga bringen soll, gehört auch der längst angekündigte Abgang des früheren Kapitäns Hanno Behrens und von Eigengewächs Lukas Mühl.

Behrens war im Sommer 2015 vom SV Darmstadt nach Nürnberg gewechselt und ist Zweitliga-Rekordspieler des Vereins. In dieser Saison hat der 31-Jährige aber seinen Stammplatz und die Kapitänsbinde verloren. Der wechselhafte Mühl (24) stammt aus der eigenen Jugend und soll in der Deckung Platz für einen Neuaufbau schaffen.

Da sind nun Hecking, Klauß und Rebbe gefordert. Rebbe kann im besten Fall ein Netzwerk einbringen, das er sich auf den Stationen Werder Bremen, VfL Wolfsburg, Huddersfield Town in England und Thessaloniki aufgebaut hat. «Viel Kreativität» sei gefragt, sagte Rebbe.

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