Nach Würzburg-Spiel: DFB sieht kein Fehlverhalten des VAR

12.04.2021 Nach dem Wirbel um die vermeintliche Benachteiligung der Würzburger Kickers im Spiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg (1:1) sieht der Deutsche Fußball-Bund kein Fehlverhalten des Video-Schiedsrichters. Die Sportliche Leitung der Elite-Schiedsrichter halte zwar eine Rote Karte bei der scheinbaren Notbremse des Nürnbergers Lukas Mühl gegen Würzburgs Ridge Munsy für die bessere Entscheidung des Referees auf dem Platz.

Ein Fußball-Spiel. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Um dem Schiedsrichter einen On-Field-Review zu empfehlen und die Entscheidung zu korrigieren, muss der Video-Assistent jedoch zweifelsfrei belegen, dass der Stürmer mit Sicherheit eher am Ball gewesen wäre und somit ein klarer, offensichtlicher Fehler des Schiedsrichters vorliegt. Aus den genannten Gründen - beinahe gleiche Entfernung zum Ball - und der Laufrichtung des Balles zum Torwart hin ist dieser Beleg nach Analyse aller Perspektiven nicht zu erbringen. Die Gelbe Karte wurde vom Video-Assistenten daher korrekterweise akzeptiert», hieß es auf der DFB-Homepage.

Aufgrund der vielen Schiedsrichter-Fehlentscheidungen gegen die Kickers will die Online-Druckerei Flyeralarm ihre Verträge mit dem Deutschen Fußball-Bund kündigen. Das hatte Firmenchef Thorsten Fischer nach dem Spiel mitgeteilt. Flyeralarm ist Hauptgeldgeber bei den Würzburger Kickers und daneben unter anderem Namenssponsor der Frauen-Bundesliga. Dieses Engagement wurde bis 2022/23 vereinbart. Das Thema Frauen-Bundesliga werde aber separat betrachtet, so Fischer.

Ob und wie ein Ende der anderen Sponsoren-Vereinbarungen möglich ist, war zunächst unklar. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur geht es dabei um Sponsorengelder in einem Volumen von knapp vier Millionen Euro, die die Druckerei vor allem für Bandenwerbung bei Länderspielen des DFB nun abziehen will. Laufende Verträge werden natürlich eingehalten, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Montag - verlängern will man sie aber nicht mehr.

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