Grüner Bundesgeschäftsführer kritisiert Greenpeace-Aktion

16.06.2021 Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner hat die riskante Protestaktion der Umweltschutzorganisation Greenpeace im Münchner EM-Stadion kritisiert. «Aktionen, die die Gesundheit anderer gefährden, gehen gar nicht. Das gilt selbstverständlich auch für @Greenpeace», erklärte Kellner am Mittwoch auf Twitter. Er ergänzte später gegenüber Medien noch: «Gut, dass Greenpeace sich erklärt und um Entschuldigung gebeten hat.»

Der Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner spricht in Bielefeld. Foto: Guido Kirchner/dpa/archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zugleich betonte Kellner aber auch: «Die Forderungen gegenüber #Greenpeace, jetzt die Gemeinnützigkeit abzuerkennen, sind völlig überzogen.» Dies hatte zuvor unter anderem der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) ins Gespräch gebracht: «Nach dem Vorfall von gestern mit einer ernsthaften Gefährdung der Stadionbesucher wird es Zeit, die Gemeinnützigkeit von #Greenpeace zu überprüfen», twitterte Merz am Mittwoch. «Den beiden Verletzten wünsche ich baldige Genesung.»

Ein 38 Jahre alter Mann aus Pforzheim in Baden-Württemberg war kurz vor dem Anpfiff des Fußballspiels Deutschland gegen Frankreich am Dienstagabend auf dem Platz der Arena gelandet und hatte im Landeanflug zwei Männer verletzt, die ins Krankenhaus kamen. Eigentlich wollte Greenpeace damit gegen Sponsor Volkswagen protestieren. Die Umweltorganisation entschuldigte sich für die missglückte Aktion.

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