Fuggerei feiert 500-jähriges Bestehen mit neuem Museum

18.06.2021 Die 500 Jahre umfassende Geschichte der ältesten Sozialsiedlung der Welt wird künftig in Augsburg in einem Museum erzählt. Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) eröffnete am Freitag die neue Ausstellung in der Fuggerei. Die Eröffnung war der Auftakt zu den Jubiläumsfeiern der 1521 gegründeten Sozialsiedlung.

In der Fuggerei ist das normalerweise geschlossene Tor zur Finsteren Gasse geöffnet. Foto: picture alliance / dpa/archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Im Vorfeld des 500-jährigen Jubiläums war es uns wichtig, die Geschichte der Sozialsiedlung, der Stifterfamilie und der Bewohner der Fuggerei in fünf Jahrhunderten zu erzählen», sagte Stiftungs-Administrator Wolf-Dietrich Graf von Hundt. In dem Museum werde gezeigt, wie sich die Fuggerei im Zeichen der Zeit gewandelt habe. «Erstmals wird die Stiftungsurkunde ausgestellt, mit der Jakob Fugger am 23. August 1521 die Fuggerei-Stiftung zusammen mit zwei weiteren Stiftungen für die Ewigkeit festschrieb», betonte er.

Der reiche Augsburger Kaufmann Jakob Fugger hatte die Siedlung als sein Vermächtnis gegründet. Die Fugger waren im ausgehenden Mittelalter durch ihren weltweiten Handel eine der einflussreichsten Familien Europas. Bis heute leben etwa 150 Menschen in den Häusern der Fuggerei. Die Jahreskaltmiete beträgt lediglich symbolische 88 Cent, ein Betrag der sich durch Umrechnung des vor einem halben Jahrtausend festgelegten Rheinischen Guldens ergibt.

Bis ins Jahr 2022 hinein will die Familie Fugger nun in Augsburg das Jubiläum mit Veranstaltungen groß Feiern. Die heutigen Stiftungsverantwortlichen regten an, in der ganzen Welt «Fuggereien der Zukunft» zu gründen und den Sozialgedanken so fortzuschreiben.

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