Nabu: Spatz ist aus Berlin nicht mehr wegzudenken

03.02.2021 Haussperling, Kohlmeise und Nebelkrähe sind nach der Auswertung einer großen Vogelzählaktion des Naturschutzbundes (Nabu) am häufigsten in Berlins Gärten und Parks anzutreffen. Der Haussperling, auch Spatz genannt, wurde bei der Mitmachaktion «Stunde der Wintervögel» rund 37 400 Mal gezählt, wie der Nabu am Mittwoch mitteilte. «Der Spatz ist aus Berlin nicht mehr wegzudenken. In anderen Großstädten Deutschlands nehmen die Bestände teilweise rapide ab», sagte Ansgar Poloczek, Artenschutzreferent des Nabu Berlin.

Ein Spatz sitzt auf einem Ast eines Strauches in einem Park. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In der Hauptstadt wurden laut Nabu außerdem auffallend viele Ringeltauben und Stare gezählt. Beide Vogelarten seien Profiteure des Klimawandels. Die Daten bestätigten, dass Stare wegen der milden Winter nur noch kurz in den Süden ziehen oder in Deutschland überwintern.

Bundesweit ist die Zahl der beobachteten Vögel jedoch gesunken. Demnach wurden durchschnittlich 34,5 Vögel pro Beobachtungsort gezählt. Im Vorjahr waren es 37 Vögel. Bei der Aktion zählten vom 8. bis 10. Januar Freiwillige für eine Stunde lang Vögel. 2021 nahmen mehr als 236 000 Menschen teil, in Berlin zählten 6500 Menschen mit. Wegen des Lockdowns hat der Nabu nach eigenen Angaben mit mehr Teilnehmern gerechnet, ist aber von den Rekordwerten dennoch überwältigt.

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