Kinemathek erinnert an «James Bond»-Setdesigner

04.02.2021 Der Szenenbildner Sir Ken Adam (1921-2016) hat für die Kamera ganz eigene Welten geschaffen - und gleich mehrere «James Bond»-Filme geprägt. Am Freitag (05. Februar) wäre er 100 Jahre alt geworden. Die Deutsche Kinemathek will nun an ihn erinnern und online unter anderem eine Führung durch sein Archiv geben.

Der Szenenbildner Sir Ken Adam. Foto: picture alliance / dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bis heute seien Adams Arbeiten wegweisend, seine spektakuläre Formgebung der frühen «James-Bond»-Filme prägend für Film, Design und Architektur, schreibt das Berliner Museum. Der zweifache Oscar-Preisträger arbeitete etwa auch für Stanley Kubrick.

Derzeit sind die Kinos wegen der Pandemie geschlossen - und der Start des neuen «James Bond»-Films ist auf Herbst verschoben. Wer trotzdem in die «007»-Welt abtauchen will, kann das mit Adams Arbeiten tun. Zum Beispiel mit Bildern des Atomlabors aus «Dr. No» und der Vulkanbasis des Schurken Blofeld aus «Man lebt nur zweimal».

Geboren wurde er in Berlin. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten floh er mit seiner Familie nach Großbritannien. Nach dem Zweiten Weltkrieg bekam er erste Jobs in der Filmwelt. Später stattete er Dutzende Filme aus, darunter mehrere «Bond»-Abenteuer aus den 1960ern und 1970ern.

Die Berliner Kinemathek hat zu seinem Archiv eine Internetseite eingerichtet (www.ken-adam-archiv.de). Geplant sind auch zwei kostenlose Online-Führungen. Der künstlerische Direktor Rainer Rother will an diesem Freitag (13.00 Uhr) bei Instagram Einblick ins Archiv geben, eine weitere Führung ist am Mittwoch (19.00 Uhr) geplant.

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