Impfzentren bleiben auf: Mehr Impfstoff für Krankenhäuser

14.02.2021 Die Impfzentren in Berlin bleiben anders als in Brandenburg alle geöffnet. Für das Personal in Krankenhäusern sollen außerdem bald erheblich mehr Impfdosen zur Verfügung stehen.

Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Berlin sind derzeit keine Einschränkungen in den Impfzentren geplant. Alle vier blieben geöffnet, sagte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit am Sonntag auf Anfrage. In Brandenburg sind fünf von elf Impfzentren nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung wegen einer Lieferverzögerung bei Corona-Impfpräparaten am Montag und Dienstag geschlossen. In Berlin hatte es im Januar im Impfzentrum im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding zahlreiche Terminverschiebungen wegen Lieferverzögerungen des Moderna-Impfstoffs gegeben.

Berlins Krankenhäuser sollen bald sogar deutlich mehr Impfstoff für ihre Mitarbeiter bekommen. «In den nächsten drei Wochen werden die Krankenhäuser weitere 35 000 Impfdosen erhalten», sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Während die Kliniken in der vorletzten Woche wie zuvor mit 2394 Impfdosen für Erstimpfungen beliefert wurden, waren es nach einer Übersicht der Senatsverwaltung für Gesundheit in der vergangenen bereits 5000. In der kommenden sollen es 10 000 sein, anschließend 15 000 und eine Woche darauf weitere 10 000 Impfdosen.

Nach Angaben der Gesundheitsverwaltung hat es bis Samstag 20 764 Erstimpfungen beim Klinikpersonal gegeben. Die Quote liegt damit bei 84,9 Prozent bezogen auf die 24 446 von der Berliner Krankenhausgesellschaft gemeldeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Rettungsstelle, Covid-19-Stationen, Intensivstationen, Hämato-Onkologie, Geriatrie und Gerontopsychiatrie. In der Charité kommt laut Gesundheitsverwaltung so viel Impfstoff an, dass damit sämtliche der betreffenden Mitarbeiter geimpft werden können.

Kalayci sagte, das Risiko von Infektionen in Krankenhäusern lasse sich durch die Impfungen spürbar verringern. «Auch wenn es keinen vollumfänglichen Schutz gibt. Es gibt aber deutlich mehr Sicherheit für alle Beteiligten.»

Durch die steigenden Mengen an Impfstoff wird es nach Einschätzung der Gesundheitsverwaltung möglich, auch Krankenhäuser in die Belieferung aufzunehmen, deren Personal in den Rettungsstellen oder geriatrischen Abteilungen besonderen Risiken ausgesetzt sei, auch wenn sie wenig oder keine Coronastationen hätten.

Am Vivantes-Klinikum Spandau gilt seit Freitag nach einer Häufung von Nachweisen einer besonders ansteckenden Corona-Variante ein Aufnahmestopp. Nach Angaben des Klinikkonzerns sollen bis zum 25. Februar keine stationären Patienten mehr aufgenommen werden. Eine Ausnahme gilt für psychiatrische Patienten. Die Rettungsstelle bleibe nur für die Erstversorgung von Schlaganfallpatienten geöffnet.

In dem Krankenhaus mit rund 600 Betten wurden nach Vivantes-Angaben vom Freitag 55 Infektionen mit der zunächst in Großbritannien entdeckten Variante B.1.1.7 nachgewiesen. Unter den Betroffenen seien 17 Mitarbeiter. Derzeit gebe es dazu keinen neuen Stand, teilte eine Vivantes-Sprecherin am Sonntag mit.

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