SEK-Einsätze gegen gewalttätige Männer: Ex-Frauen bedroht

16.02.2021 Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen in Beziehungen oder nach deren Ende gehören die Täter fast immer zu einem Geschlecht, wie aktuelle Vorfälle zeigen.

Beamte eines Spezialeinsatzkommandos der Polizei laufen zu ihrem Einsatzort. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Aggressive Männer und ihre Drohungen gegen Frauen haben mehrere Einsätze von Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Berliner Polizei ausgelöst. Eine 29-jährige Frau alarmierte am späten Montagabend gegen Mitternacht die Polizei, weil ihr 33-jähriger Ex-Partner am Telefon mit ihrer Erschießung gedroht habe. Der Mann rief dann selber die Polizei an und sagte, er habe eine Schusswaffe und ein Messer, wie am Dienstag mitgeteilt wurde. Das SEK durchsuchte die Wohnung des Mannes im Stadtteil Biesdorf, konnte aber die Waffen nicht finden. Der Verdächtige wurde festgenommen, er hatte einen Alkoholwert von drei Promille.

Gegen 1.00 Uhr in der Nacht zu Dienstag bedrohte ein 33-jähriger Mann seine ehemalige Freundin in deren Wohnung mit einer Schusswaffe. Er verlangte von der 49-jährigen Frau, sie solle eine Anzeige gegen ihn zurückziehen, und schlug sie mit der Faust ins Gesicht. Das SEK durchsuchte daraufhin die Wohnung des Mannes in Hellersdorf, fand aber die Waffe nicht. Bei der Festnahme erlitt der Mann laut Polizei einen Bluterguss am Kopf und eine Bisswunde durch einen Polizeihund.

Bereits am Montagnachmittag hatte das SEK die Wohnung eines 35-jährigen Mannes in Gesundbrunnen durchsucht. Der Mann soll tagsüber seine 24-jährige Frau mehrfach mit einer Waffe bedroht und ein anderes Familienmitglied geschlagen haben. Das alarmierte SEK ließ die Umgebung absperren und nahm den Mann am Abend in dessen Wohnung fest. Dort fanden die Polizisten eine Schreckschusspistole.

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