Männergruppe schlägt Polizisten vor seiner Wohnung zusammen

11.03.2021 Fünf Männer sollen einen Polizisten außer Dienst krankenhausreif geschlagen haben. Von hinten zogen sie ihm demnach ein Kleidungsstück über den Kopf, bevor sie ihn vor seiner Wohnung attackierten.

Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei leuchtet auf. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Fünf Männer sollen einen Bundespolizisten in Berlin mit Schlägen und Tritten vor seiner Wohnung attackiert und schwer verletzt haben. Die Gruppe soll den 29-Jährigen, der nicht im Dienst war, zunächst beim Verlassen seiner Wohnung beobachtet, als Polizisten erkannt und beleidigt haben. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Angreifer sollen ihr Opfer eingekreist und ihm ein Kleidungsstück über den Kopf gezogen haben, bevor sie ihn am Mittwochabend zusammenschlugen. Der Bundespolizist schrie der Polizei zufolge um Hilfe, woraufhin die Männer flüchteten.

Der Mann hielt einen Angreifer fest, bis die Polizei eintraf. Der 41-jährige mutmaßliche Schläger wirkte demnach betrunken und wurde für eine Blutentnahme in Gewahrsam genommen. Der Polizist kam mit Verletzungen an Kopf, Rumpf und Beinen in ein Krankenhaus. Der für politische Straftaten zuständige Polizeiliche Staatsschutz hat nun die Ermittlungen aufgenommen. Wo der Polizist überfallen wurde, teilte die Polizei zu seinem Schutz nicht mit. Auch Angaben zum Motiv der mutmaßlichen Täter machte die Polizei zunächst nicht.

Die Gewerkschaft der Polizei Berlin (GdP) verurteilte den Angriff auf Facebook als «unfassbar perfide Tat». «Dieser hinterhältige gezielte Angriff zeigt, welchem Risiko Polizisten auch außerhalb des Dienstes ausgesetzt sind und dass Kriminelle nicht mal davor zurückschrecken, sie am eigenen Wohnort aufzusuchen», sagte Lars Wendland, Vorsitzender der GdP Bundespolizei Berlin-Brandenburg. «Wir hoffen, dass sich unser Kollege schnellstmöglich von dieser entsetzlichen Attacke erholt und auch der Gesetzgeber versteht, warum wir als GdP immer wieder auf den notwendigen Identitätsschutz verweisen.»

© dpa-infocom GmbH

Weitere News