Mögliche Regionalliga-Zusammensetzung sorgt für Beunruhigung

26.03.2021 Die offenen Fragen um die Zusammensetzung der künftigen Fußball-Regionalliga Nordost sorgen beim FSV Union Fürstenwalde für Beunruhigung. «Bei drei Oberliga-Aufsteigern und ohne Absteiger hätte die Regionalliga dann 23 Mannschaften. Das ist einfach zu viel», sagte Peter Heinrich, neuer Sportlicher Leiter beim FSV Union Fürstenwalde, der «Märkischen Oderzeitung» (Freitag).

Ein Fußball fliegt ins Netz. Foto: Jan Woitas/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sollte es nach dem von den Clubs vorgeschlagenen Abbruch der Saison so kommen, könnten demnach bis zu 44 Spieltage, zahlreiche Englische Wochen sowie die Pokalwettbewerbe kommen. «Das ist für Vereine, die keine Proficlubs sind, kaum zu stemmen», sagte Heinrich. Da Viktoria Berlin als designierter Drittliga-Aufsteiger praktisch feststeht, hängt die genaue Teamstärke der derzeit 20 Mannschaften umfassenden Liga auch von der Anzahl der Drittliga-Absteiger aus dem NOFV-Gebiet ab.

Um der besonderen Situation gerecht zu werden, hatte Verbandschef Hermann Winkler bereits angedeutet, dass die kommenden Saison zwei Wochen früher im Juli beginnen könnte. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) muss den Abbruch am 16. April erst noch bestätigen.

Während Viktoria Berlin von den Vereinen einstimmig zum Meister und damit Aufsteiger in die 3. Liga bestimmt wurde, müssen Auf- und Abstiegsfragen am unteren Ende der Tabelle noch geklärt werden. «Die Auf- und Abstiegsregelung widerspricht dem Wettbewerbsgedanken», sagte Fürstenwaldes Trainer Matthias Maucksch der «Märkischen Allgemeinen Zeitung» (Freitag).

Der Coach kann sich mit dem Abbruch wegen der Corona-Krise auch nur schwer anfreunden. «Ich finde den Vorschlag, die Saison abzubrechen, eher unglücklich», sagte Maucksch: «Wir sind Berufssportler und wollen spielen. Aber gerade vor dem Hintergrund, dass drei Berliner Vereine den Abbruch wollten, war eine andere Option nicht möglich.»

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