Bildungssenatorin Scheeres verteidigt Schulöffnungen

12.04.2021 Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat mit Blick auf das Kindeswohl die Öffnung der Schulen an diesem Montag verteidigt. «Die 7. bis 9. Klassen waren insgesamt vier Monate nicht in der Schule», sagte Scheeres am Montagmorgen im RBB-Inforadio. «Sie haben ja auch mitbekommen, dass es den Kindern einfach nicht gut geht, wenn sie über einen langen Zeitraum ihre Freunde und ihre Lehrkräfte nicht sehen und über einen langen Zeitraum zu Hause sind.» Es sei keine einfache Situation: «Auf der einen Seite das Recht auf Bildung und auf der anderen Seite natürlich auch der Gesundheitsschutz.»

Sandra Scheeres (SPD), Bildungssenatorin von Berlin, schaut in die Runde. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sie verstehe die Bedenken von Eltern und Lehrern, sagte Scheeres. Es gebe keine Präsenzpflicht. Die Eltern könnten also selbst entscheiden, ob sie ihr Kind in die Schule schickten oder nicht. Für die Lehrer stünden umfangreiche Testkapazitäten bereit. Ab nächster Woche sollen auch die Schüler zwei Mal pro Woche in der Schule getestet werden. Zudem würden derzeit weitere 800 000 FFP2-Masken an die Einrichtungen ausgeliefert. «Das sind alles Maßnahmen, die begleitend sind, um hier den Gesundheitsschutz zu gewährleisten», sagte Scheeres.

Nach dem Ende der zweiwöchigen Osterferien öffnen Berlins Schulen am Montag wieder. Obwohl das Corona-Infektionsgeschehen auch vor den Schulen nicht halt macht, sollen die meisten Schüler wie schon seit geraumer Zeit Wechselunterricht bekommen. Sie lernen dabei in halben Klassen abwechselnd in der Schule und mit Hilfe digitaler Lösungen zu Hause. Eine Ausnahme bilden Schüler der 7. bis 9. Klassen, aber nur noch eine Woche. Sie sollen nach vier Monaten Homeschooling am 19. April mit dem Wechselunterricht starten.

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