Finalserie für Berlin Volleys «noch lange nicht gewonnen»

12.04.2021 Sergej Grankin führt die Berlin Volleys zum 3:0-Erfolg über Friedrichshafen. Ein Sieg fehlt noch zum Gewinn des elften Meistertitels, einfach wird das aber nicht.

Spieler der Berlin Volleys bejubeln den Sieg. Foto: Andreas Gora/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Freude bei den Berlin Volleys fiel eher verhalten aus. «Das bedeutet jetzt noch lange nicht, dass wir die Finalserie gewonnen haben», sagte Diagonalangreifer Benjamin Patch nach dem überzeugenden 3:0 (25:22, 25:17, 25:23)-Erfolg gegen den VfB Friedrichshafen am Sonntag. Im Kampf um die deutsche Meisterschaft führen die Berliner Volleyballer in der Playoff-Serie im Modus Best-of-five nun mit 2:0. Schon am Donnerstag können sie im dritten Spiel am Bodensee ihre elfte Meisterschaft perfekt machen.

Die Friedrichshafener glauben jedoch unbeirrt weiter an ihre Chance. «Wir werden alles dafür tun, das wir im nächsten Spiel den letzten Punkt machen und es danach nur noch 1:2 steht», sagte VfB-Trainer Michael Warm. «Friedrichshafen hat nichts mehr zu verlieren. Die werden Vollgas geben», warnte auch Anton Brehme, Mittelblocker bei den Hauptstädtern.

In der Bundesliga-Normalrunde hatten die Berliner gegen das Team aus Baden-Württemberg zweimal deutlich verloren. Doch das Blatt hat sich gewendet. Im ersten Playoff-Finalspiel in Friedrichshafen hatten die Volleys einen 0:2-Satzrückstand in einen 3:2-Sieg verwandelt. «Wir haben dort in den letzten drei Sätzen mit viel Energie gespielt. Daran haben wir im zweiten Spiel angeknüpft», sagte Brehme. Sein Wunsch: «So könnte es für uns weitergehen.»

Manager Kaweh Niroomand sprach nach dem nur 75 Minuten dauernden Match in der leeren Max-Schmeling-Halle von einer «hervorragenden Teamleistung. Wir haben in allen Elementen Druck gemacht.» Michael Warm pflichtete ihm bei: «Die Berliner waren uns im Aufschlag und in der Annahme deutlich überlegen, dann kommt so ein Ergebnis zustande.»

Zuspieler Sergej Grankin führte beim Sieger mit großer Spiellaune und Übersicht Regie. Immer wieder servierte er punktgenau die Bälle für Benjamin Patch, Cody Kessel oder Samuel Tuia. Auch der Brasilianer Eder Carbonera, der während der Saison lange als Sorgenkind bei den Volleys mitlief, hatte mit zwölf Punkten, darunter vier Blocks, einen bärenstarken Auftritt.

Die aktuelle Finalserie ist die achte in Folge zwischen Berlin und Friedrichshafen. Schon dreimal lagen die BR Volleys dabei mit 2:0-Siegen vorne und holten dann auch immer den Meistertitel, in der Saison 2017/18 jedoch erst im alles entscheidenden fünften Spiel. «Wir haben mit dem Sieg am Sonntag den Erfolg vom ersten Spiel in Friedrichshafen veredelt. Aber das wäre nichts wert, wenn wir nun nicht auch noch den Sieg aus dem zweiten Spiel veredeln würden», sagte Niroomand.

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