Stieftochter jahrelang missbraucht? Angeklagter schweigt

13.04.2021 Ein 55-Jähriger, der seine Stieftochter jahrelang missbraucht haben soll, hat sich vor dem Berliner Landgericht in Schweigen gehüllt. Dem Angeklagten werden 40 sexuelle Übergriffe in der Zeit von August 2010 bis Februar 2018 zur Last gelegt.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Mädchen sei bei den ersten mutmaßlichen Taten sechs Jahre alt gewesen, heißt es in der zu Prozessbeginn am Dienstag verlesenen Anklage. Der Verteidiger erklärte, sein Mandant werde sich zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern.

Der Angeklagte sowie Mutter und Tochter sollen seit 2009 in einer familiären Gemeinschaft gelebt haben. Der Mann habe Erziehungs- und Betreuungsaufgaben für das Kind übernommen, so die Anklage. Er sei häufig mit dem Mädchen allein gewesen, wenn die Mutter ihrer Tätigkeit als Krankenschwester im Schichtdienst nachging.

Zu Übergriffen soll es in der Wohnung, in einer Umkleidekabine eines Schwimmbads sowie in einem Campingwagen während einer Reise zur Nordsee gekommen sein. Die Anklage lautet auf schweren sexuellen Missbrauch von Kindern sowie Missbrauch von Schutzbefohlenen. Für den Prozess sind fünf weitere Verhandlungstage bis zum 30. April vorgesehen.

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