Lederer zu #allesdichtmachen: Zynismus und Hohn unangebracht

23.04.2021 Berlins Kultursenator Klaus Lederer hat sich gegen die Internetaktion #allesdichtmachen teils bekannter Schauspielerinnen und Schauspieler positioniert. «Ich kann gut nachvollziehen, dass es nach 13 Monaten Pandemie schwer fällt, Kraft und Zuversicht zu behalten», sagte der Linke-Politiker der dpa in Berlin.

Klaus Lederer (Die Linke). Foto: Fabian Sommer/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Er teile manche Kritik «an der Pauschalität der sogenannten Notbremse, die uns Wege verschließt, zu lernen, wie unter Pandemiebedingungen kulturelles Leben ermöglicht werden kann.» Gleichzeitig sagte er: «Wenig Verständnis habe ich für Ignoranz gegenüber den massiven Gefahren und den Folgen, die Covid für unsere Gesellschaft bedeutet. Zynismus und Hohn sind unangebracht», so Lederer, der aktuell auch der Kulturministerkonferenz der Länder vorsitzt.

«Wir brauchen Aufklärung und Solidarität - mit denjenigen, die gefährdet sind, mit denjenigen, die unter den Folgen einer Corona-Erkrankung leiden, mit denjenigen, die durch die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung besonders hart getroffen sind und mit allen, die in den Krankenhäusern jeden Tag alles geben, um Leben zu retten», sagte Lederer. «Das sollte, bei allem Frust und aller Zermürbung, die viele Menschen gegenwärtig empfinden, immer wieder hervorgehoben werden.»

Unter dem Motto #allesdichtmachen hatten Dutzende Film- und Fernsehschauspieler mit ironisch-satirischen Clips die Corona-Politik der Bundesregierung kommentiert. Die Aktion, an der Künstler wie Jan-Josef Liefers, Heike Makatsch, Ulrich Tukur, Volker Bruch, Meret Becker, Ulrike Folkerts oder Richy Müller beteiligt sind, hatte für Aufsehen gesorgt. Andere prominente Schauspielkollegen reagierten entsetzt.

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