Grüne: Verwaltung bei Klimaschutz mehr in die Pflicht nehmen

24.04.2021 Die Berliner Grünen fordern einen stärkeren Beitrag der Verwaltung für den Klimaschutz. Ihre Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl, Bettina Jarasch, brachte dazu am Samstag die Idee eines Klimabudgets ins Spiel. «Damit wirklich alle Berliner Senatsressorts, alle Verwaltungsebenen und Behörden aktiv Klimaschutz betreiben und CO2-Emissionen einsparen müssen», sagte sie auf einer Grünen-Landesdelegiertenkonferenz. «Weil jede Behörde dann nur noch eine bestimmte Menge CO2 verbrauchen kann oder sich Ausgleichsmaßnahmen überlegen muss», so Jarasch. «Das ist radikal, aber vernünftig. Denn nur radikaler Klimaschutz ist vernünftig.»

Bettina Jarasch (Bündnis90/Die Grünen). Foto: Jörg Carstensen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Aus Sicht der Grünen sollte Berlin bis spätestens 2035 klimaneutral werden, dazu seien konsequente Maßnahmen auf europäischer, Bundes- und Landesebene nötig. Jarasch sagte, die öffentliche Hand müsse hier mit gutem Beispiel vorangehen, statt privaten Initiativen hinterherzuhinken. «Damit es Solarpanele nicht nur auf den Dächern von Wohnhäusern gibt, sondern auch auf allen Rathäusern und Bürgerämtern und natürlich auf allen neuen Schulen, die wir bauen werden.»

Auf dem Parteitag wurde Jarasch mit 97,9 Prozent auf Platz eins der Grünen-Landesliste für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 26. September gewählt. Das Ergebnis ist noch besser als bei ihrer Kür zur Spitzenkandidatin im Dezember, als sie auf einen Zustimmungswert von 96,6 Prozent kam.

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