Müller: Kein Verständnis für Gewalt

02.05.2021 Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, hat die gewalttätigen Ausschreitungen bei einer Demonstration am Samstagabend in Berlin-Neukölln verurteilt. «Ich habe kein Verständnis, wenn einige Gewaltbereite die angespannte und schwierige Lage ausnutzen und Polizistinnen und Polizisten angreifen, zündeln und damit auch viele friedlich demonstrierende Menschen gefährden», sagte der SPD-Politiker am Sonntag. Gewalt, Hass und Ignoranz hätten keinen Platz in der Gesellschaft, weder am 1. Mai noch an einem anderen Tag.

Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa-pool/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Ich habe großen Respekt vor den vielen Einsatzkräften, die an diesem Tag unter den schwierigen Bedingungen in einer Pandemie die Kontrolle über die Lage nicht verloren haben», so der Regierende Bürgermeister. «Die vielen verletzten Einsatzkräfte sind eine bittere Bilanz, die mich wütend macht.»

Müller betonte gleichzeitig, es sei wichtig, das Demonstrations- und Versammlungsrecht auch in Zeiten der Corona-Pandemie aufrecht zu erhalten und zu nutzen. «Friedliches und verantwortungsvolles Demonstrieren mit Abstand und Maske ist möglich und funktioniert, das haben die vielen Demonstranten am 1. Mai in Berlin bewiesen.»

Am Samstag war es in Berlin nach weitgehend friedlichen Demonstrationen abends zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Bei der sogenannten revolutionären 1. Mai-Demonstration in Berlin-Neukölln gingen nach Angaben der Polizei vom Samstag 8000 bis 10 000 Menschen auf die Straße. Es flogen Steine und Flaschen gegen Einsatzkräfte. Randalierer zerrten Müllcontainer und Paletten auf die Straße und zündeten sie an, die Polizei setzte teils Pfefferspray ein. Nach Angaben der Innenverwaltung sind mindestens 93 Polizisten verletzt worden. Es kam zu zahlreichen Festnahmen.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News