Impflogistikstab sieht Anzeichen für zunehmende Durchimpfung

14.06.2021 Der Impflogistikstab in Brandenburg sieht erste Anzeichen für ein Abflauen des Impfgeschehens in naher Zukunft. Das bemerke man unter anderem an freien Terminen in Impfzentren, sagte der Staatssekretär im Innenministerium, Markus Grünewald am Montag im Innenausschuss. Wenn man zudem die Genesenen berücksichtige und die weiter steigende Impfquote, könne die Herdenimmunität «relativ zügig» erreicht werden, ein Ende der Impfkampagne sei absehbar. Die Kurve der Verabreichung von Impfdosen steige steil an. Dazu komme, dass sich 150.000 Brandenburger in Berlin impfen ließen, so Grünewald.

Eine Spritze wird vor den Schriftzug «Impfung» gehalten. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Insgesamt wurden in der vergangenen Woche nach Angaben des Impflogistik-Stabs 182.093 Impfdosen verabreicht - so viele wie noch nie in einer Woche (Stand 13. Juni). Allein die Arztpraxen führten knapp 100.000 Impfungen durch, die Impfzentren mehr als 61.000. Jeweils rund 10.000 Impfungen wurden über die Krankenhäuser und die mobilen Impfteams verabreicht.

Grünewald wies darauf hin, dass der Lagerbestand des Landes bis auf 20.000 Impfdosen aufgebraucht sei. «Wir sind auch in Zukunft darauf angewiesen, dass Lieferungen des Bundes zeitnah entsprechend eintreffen», betonte er.

Mittlerweile haben 1.180.066 Brandenburger den Angaben nach eine Erstimpfung erhalten - das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 46,8 Prozent. 623.983 Menschen sind vollständig geimpft - ein Anteil von 24,7 Prozent der Bevölkerung. Damit liegt das Land im Vergleich mit den anderen Bundesländern nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) im hinteren Mittelfeld.

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