Lausitzer Landwirte bauen Öllein an: Blüte beginnt

22.06.2021 Zarte blaue Blüten leuchten in der Sonne. In den Pflanzen wächst der Rohstoff für eine regionale Spezialität heran. Die Voraussetzungen für gute Erträge sind in diesem Jahr günstig.

Öllein wächst zum Start der Leinblüte auf einem Feld. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Anbaufläche für Öllein im Spreewald Lausitz ist gewachsen. Die Pflanze, aus deren Kapseln später das beliebte Leinöl gepresst wird, wird von vier Landwirten auf 160 Hektar angebaut, wie der Spreewaldverein mitteilte. Das sind 20 Hektar mehr als im vorigen Jahr. Am Dienstag wird offiziell die Blüte eröffnet.

Die Winterfeuchte habe der Leinsaat gute Wachstumsbedingungen beschert, hieß es. Zudem sei es auch im April und Mai feucht gewesen. Durch den dichten Bestand der Pflanzen habe es für Unkraut in diesem Jahr weniger Chancen gegeben auf den Feldern.

In den vergangenen Jahren schwankte die Zahl der Anbauer im Spreewald zwischen vier und sechs Landwirten. Aufgegeben hätten die Anbauer mit zu leichten Böden, die keine gesicherten Erträge erzielen könnten, sagte die Sprecherin. In der Corona-Pandemie seien Umsatz und Absatz von Leinöl bislang rückläufig gewesen, sagte Christian Behrendt von der Kanow-Mühle (Landkreis Dahme-Spreewald).

Lein hat eine vergleichsweise kurze Vegetationszeit. In der Regel vergehen nur 120 bis 125 Tage zwischen Aussaat und Ernte. Die Blüten seien dann verschwunden und die Pflanze beginne, sich braun und gelb zu verfärben. Das goldfarbene Öl mit nussigen Geschmack, das später aus den Kapseln gewonnen wird, wird in der Brandenburger Küche gern verwendet: Beliebt sind Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl.

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