Baerbock eröffnet Bundestags-Wahlkampf in Potsdam

23.06.2021 Als Direktkandidatin für die Bundestagswahl hat Annalena Baerbock in Potsdam ein Heimspiel. Denn die Kanzlerkandidatin der Grünen lebt schon lange in Brandenburgs Landeshauptstadt. Doch die SPD hat einen prominententen Mitbewerber ins Rennen geschickt.

Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) äußert sich bei einer Pressekonferenz. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit einer kämpferischen Rede hat Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock in Potsdam ihren Wahlkampf für die Bundestagswahl im Herbst eröffnet. «Diese Wahl wird eine Richtungsentscheidung, weil zum ersten Mal seit sehr langer Zeit kein amtierender Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin zur Wahl steht», sagte Baerbock am Mittwoch zum Auftakt einer Diskussionsveranstaltung mit Bürgern in der Innenstadt.

Sie nannte als ihr Ziel insbesondere einen wirksamen Klimaschutz. Dafür sei auch ein klimafreundlicher Umbau der Industrie wie etwa eine Stahlproduktion mit grünem Wasserstoff in Eisenhüttenstadt, notwendig, sagte die 40-Jährige. Ferner strebt sie nach eigenen Worten einen Ausbau des Gesundheitssystems und «volle Priorität» auf Kitas und Schulen an. «Es geht darum, dass wir die besten Schulen und Kitas haben in so einem reichen Land.»

Baerbock tritt im Wahlkreis 61 für Potsdam und Umgebung als Direktkandidatin unter anderem gegen den SPD-Kanzlerkandidaten, Bundesfinanzminister Olaf Scholz, an. In dem Wahlkreis bewirbt sich außerdem die ehemalige FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg als Direktkandidatin.

«Die große Herausforderung ist, mit Klimaneutralität die Arbeitsplätze der Zukunft zu schaffen», sagte Baerbock nach der Eröffnung ihrer Wahlkampfzentrale in der Potsdamer Innenstadt. Da die Mieten in Potsdam wie in vielen anderen Regionen Deutschlands für viele unbezahlbar würden, müsse auch eine wirksame Mietpreisbremse her. Zudem wolle sie Familien sowie Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt der Politik stellen. «Wir leben in einem sehr reichen Land (...) und trotzdem lebt jedes fünfte Kind in Armut und das möchte ich beenden.»

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