Füchse vor Duell in Melsungen: «Bisher stärkster Gegner»

15.09.2021 Die Füchse Berlin wollen nach zwei Siegen zum Saisonauftakt in der Handball-Bundesliga die Serie weiter ausbauen. «Wir wollen diesen Positivlauf fortsetzen, was auch wichtig für die darauffolgenden Spiele ist. Die erste Nervosität ist abgelegt», sagte Trainer Jaron Siewert vor dem Spiel am Donnerstag bei der MT Melsungen (19.05 Uhr/Sky).

Trainer Jaron Siewert an der Seitenlinie. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Füchse erwarten in Melsungen aber einen heißen Tanz. «Es ist der bisher stärkste Gegner», sagte der Füchse-Coach. Die Hessen werden alles daran setzen, den ersten Saisonsieg einzufahren. Siewert sieht darin einen kleinen Vorteil. Es ist «ein Gegner, der in eigener Halle schon einen gewissen Druck hat zu punkten.» Andererseits warnt er auch vor dem Kontrahenten: «Im Vergleich zur letzten Saison haben sie sich extrem verstärkt.»

Meist ging es in der Vergangenheit in diesem Duell hochemotional zur Sache. «Wir wissen aus den letzten Jahren, dass es dort immer hitzig ist. Die waren gegen uns immer sehr motiviert», sagte Nationalspieler Fabian Wiede. Das lag vergangene Saison auch an Füchse-Manager Bob Hanning, der vor dem letzten Berliner Gastspiel die für ihn stagnierende Entwicklung der deutschen Nationalspieler in Melsungen öffentlich kritisiert hatte.

Entsprechend aufgeheizt war die Stimmung beim Spiel Ende Juni. «Das war eines der wenigen Spiele, bei dem ich froh war an der Seitenlinie zu stehen und nicht auf dem Feld. Die Spieler mussten schon am Anfang nicht nur die linke, sondern auch die rechte Wange hinhalten», sagte Siewert. Die Berliner gewannen dennoch 35:32. «Wir können also mit der Situation umgehen», sagte Wiede.

Personell werden die Füchse weiter auf Neuzugang Viran Morros verzichten müssen. Der Spanier trainiert zwar wieder individuell und wird in den nächsten Tagen erstmalig ins Mannschaftstraining einsteigen, aber «das Spiel am Donnerstag kommt vielleicht noch zu früh», sagte Siewert.

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