Vorschlag: Boris Herrmann soll Bundesverdienstkreuz bekommen

29.01.2021 Weltumsegler Boris Herrmann ist für seine Leistung bei der Vendée Globe für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen worden. Einen entsprechenden Antrag hat der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen (47), bei der Hamburger Staatskanzlei angeregt. Damit sollen Herrmanns «herausragende sportliche Leistung und zugleich seine gesellschaftlichen Anliegen» gewürdigt werden, sagte der Hamburger SPD-Bundestagsabgeordnete am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Zuerst hatte das «Hamburger Abendblatt» über Annens Vorstoß berichtet.

Boris Herrmann aus Deutschland steht nach der Ankunft mit seiner beschädigten Rennyacht «Seaexplorer - Yacht Club de Monaco» bei der neunten Auflage der Vendee Globe Weltumsegelung 2020/2021 in Les Sables d'Olonne. Foto: Martin Keruzoré/Team-Malizia.com/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Antrag muss nun erst einmal geprüft werden. Annen ist selbst von Kindheit an begeisterter Segler. «Daher habe ich auch die dramatische Regatta intensiv verfolgt», sagte er.

Der Hamburger Herrmann hatte am Donnerstag in Les Sables-d'Olonne die Vendée Globe als Fünfter beendet. In den über 80 Tagen auf den Weltmeeren warb der 39-Jährige auch für den Umweltschutz. Schon seit Jahren engagiert sich der gebürtige Oldenburger für den Kampf gegen den Klimawandel und den Schutz der Meere. Er versucht, auch Kinder dafür zu begeistern und sprach während der Regatta über soziale Medien unter anderen mit jungen Menschen aus Deutschland.

Zudem lieferte er auf seiner über 28 000 Seemeilen langen Reise von seiner Jacht «Seaexplorer - Yacht Club de Monaco» aus mit einem bordeigenen Labor wissenschaftlichen Einrichtungen wie dem Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel und dem Max-Planck-Institut umfangreiche Daten.

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